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Ausländer der ersten Generation geht in Pension

Luzerner Kantonsrat: Ali Celik tritt zurück

«Ein psychologischer Druck ist schon da»: Ali R. Celik im Helvetiagärtli in Luzern.

(Bild: jwy)

Die Grünen des Kantons Luzern haben einen Abgang zu verkraften. Ali Celik hört auf. Die September-Session wird seine letzte sein.

Ali R. Celik hat sich entschlossen in der Septembersession 2018 aus dem Kantonsrat zurückzutreten, teilen die Grünen des Kantons Luzern mit. Als Ausländer der ersten Generation sei er seit seiner Ankunft im Kanton Luzern im Rahmen seiner Möglichkeiten politisch aktiv gewesen. Er reichte etliche Vorstösse ein, um fairere Bedingungen insbesondere in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales für alle im Kanton Luzern lebenden Menschen zu erwirken.

Langjähriges Wirken im Integrationsbereich

Ali Celik kam 1985 aus der Türkei in die Schweiz. Als anerkannter Flüchtling arbeitete er zehn Jahre als Maler und zwei Jahre in der AIDS-Prävention im Kanton Luzern. Während dieser Zeit studierte er berufsbegleitend soziale Arbeit und anschliessend Soziologie. Über 18 Jahre war er als Sozialarbeiter für die berufliche, sprachliche und sozio–kulturelle Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen im Asylbereich tätig.

Celik hat eine vielfältige Lebensgeschichte. Er habe nie aufgegeben, sondern mit allen Kräften für einen Kanton gekämpft, der fair und weitsichtig seine Aufgaben wahrnimmt und sich nicht nur einseitig an den Finanzen orientiert, lobt seine Partei. Er habe immer wieder daran erinnert, dass auch die Politik in Luzern Auswirkungen fürs Zusammenleben und Arbeiten weltweit hat und damit auch für die globale Umwelt mitverantwortlich ist.

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