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Geheimniskrämerei beim Kanton Luzern

Luzerner Gefängnisdirektor war bereits seit zwei Wochen gekündigt

Regierungsrat Paul Winiker vor dem Polizei-Hauptgebäude an der Kasimir-Pfyffer-Strasse in Luzern.

(Bild: lwo)

Hanspeter Zihlmann, Leiter der Luzerner Strafanstalt Grosshof, wurde von seinen Vorgesetzten bereits am 3. Mai gefeuert. Darüber breitete der Kanton den Mantel der Verschwiegenheit, bis das «Regionaljournal Zentralschweiz» von SRF dahinterkam.

Der Luzerner Sicherheitsdirektor und SVP-Regierungsrat Paul Winiker hat in einem Interview mit der «Luzerner Zeitung» zum Rauswurf von Grosshof-Direktor Hanspeter Zihlmann Stellung genommen (zentralplus berichtete). Gefragt, warum der Kanton Luzern erst zwei Wochen nach der Vertragsauflösung vom 3. Mai über die Personalie orientierte – und zwar nachdem Radio SRF das Ganze enthüllt hatte – sagte Winiker: «Wir hatten einzelne Details zur Vertragsauflösung noch nicht geklärt». Erst nachdem die Vereinbarung unterzeichnet worden war, habe man kommunizieren können. Was einen halben Tag nach der Radiosendung der Fall war.

Chefbeamte ist der Chef

Er sei vom Dienststellenleiter Stefan Weiss, der Zihlmann feuerte und nun auch interimisitisch seinen Job übernommen hat, «über sämtliche Schritte» unterrichtet worden. Wann er von der Vertagsauflösung erfahren habe? «Das war ein laufender Prozess», sagte Winiker. Die Aufsichts- und Kontrollkommission des Kantonsrats sei «über alle wichtigen Schritte» im Bilde gewesen.

Die Kommunikation eines solchen Entscheids sei schon Chefsache, konterte Winiker in der LZ Kritik der kantonalen SP (zentralplus berichtete). Aber der Chef sei in dieser Angelegenheit nicht er, sondern Stefan Weiss, Leiter der Dienstsstelle für Militär, Zivilschutz und Justizvollzug. 

Von einer schlechten Stimmung unter Angestellten des Grtosshof-Gefängnisses will Winiker nichts wissen. Weiss rapportiere ihm jede Woche. «Mir wurde beschieden, dass sowohl die Abläufe als auch die Stimmung in Ordnung sind.»

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