Änderung des Härtefall-Gesetzes

Luzerner Gastronom sucht Hilfe bei Bundesrat Maurer

Das Restaurant «Pfistern» ist eines von zahlreichen Remimag-Restaurants in Luzern. (Bild: zvg)

Weil die aktuelle Härtefall-Regelung ihr betriebliches Überleben nicht sicherstellen kann, wenden sich verschiedene Grossgastronomen direkt an den Bundesrat. Darunter auch die Remimag aus Luzern.

Das Schreiben an den Bundesrat Ueli Maurer haben verschiedenste Grossgastronomen aus der Schweiz unterzeichnet, darunter auch die Luzerner Remimag, Bindella und Hiltl aus Zürich und Gastrag aus Basel. Darin schildern sie ihre aktuelle Situation und verweisen auf eine «Rechtsungleichheit» in der aktuellen Härtefall-Regelung des Bundes.

Im aktuellen Gesetzestext liegt der Höchstbetrag an à-fonds-perdu-Beträge bei 20 Prozent des durchschnittlichen Kalenderumsatzes der Jahre 2018 / 2019. Der Maximalbetrag liegt jedoch bei 750'000 Franken. «Da es darum geht, Härtefälle abzufedern, haben wir volles Verständnis für die umsatzmässige Plafonierung auf 20 Prozent», heisst es in dem Brief.

Gastronomen fühlen sich ungleich behandelt

«Grosse Sorge bereitet uns indes, dass der Höchstbeitrag auf 750'000 Franken pro Unternehmung statt pro Betrieb festgesetzt ist», schreiben die Gastronomen weiter. Die Remimag betreibt in Luzern verschiedene Restaurants, darunter die Pfistern, das Opus und den Anker, wird aber gemäss der aktuellen Regelung als Einzelbetrieb gewertet. Und genau hier setzen die Grossgastronomen in ihrem Bittschreiben an. Denn Unternehmen, welche mehrere Restaurants führen erleiden dadurch im Vergleich zu Einzelbetrieben ein «Vielfaches an Verlusten».

Gastro-Gruppen, die beispielsweise 20 Restaurants in verschiedenen AGs betreiben, würden nämlich das 20-fache an Beträgen zugesprochen bekommen. «Das ist aus unserer Sicht in hohem Masse rechtsungleich.»

Forderung an den Bundesrat

Darum fordern die Grossgastronomen vom Bundesrat, dass die Plafonierung der à-fonds-perdu-Beiträge pro Betrieb statt pro Unternehmung berechnet werden.

«Es ist für uns, das Überleben unserer Unternehmung sowie den Erhalt zahlreicher Arbeitsplätze unabdingbar, dass die bisher ausgearbeitete Covid 19-Verordnung angepasst wird», schreibt Remimag Geschäftsführer Bastian Eltschinger.

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1 Kommentar
  • Profilfoto von Paul Cerri
    Paul Cerri, 17.02.2021, 20:09 Uhr

    Im Schach würde man von Bauernopfern sprechen! Auch von generell «maximum» 20% des Umsatzes als einheitliche Vergütung in allen Kantonen kann keine Rede sein. Der Kanton Glarus zum Beispiel zahlt geschädigten Gastrobetrieben lediglich 5% und das erst noch – und wenn überhaupt in verschiedenen Etappen. Nach dem Motto: «Mutige Schlange rettet Fisch vor dem Ertrinken».

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