Mehr Selbstbestimmung für Asylsuchende

Luzerner Aktivisten demonstrieren gegen Schweizer Asylzentren

Rund 200 Leute nahmen an der bewilligten Demo teil. (Bild: zvg)

Etwa 200 Personen folgten am Dienstagabend dem Aufruf der Gruppe «Resolut» zu einer Demo in Luzern. Damit wollten sie auf Missstände in Schweizer Asylzentren aufmerksam machen.

Wie die Gruppe in einer Medienmitteilung schreibt, versammelten sich die Demonstrierenden um 18 Uhr auf dem Mühlenplatz und zogen ab 18:30 durch die Alt- und Neustadt, wo die Demo nach einer Ansprache vor dem Amt für Migration in der Industriestrasse endete.

Die Luzerner Aktivistinnen forderten mehr Selbstbestimmung für geflüchtete Menschen. Sie kritisierten das durch Fremdbestimmung geprägte Schweizer Asylsystem, welches mit der Inbetriebnahme der Bundesasyllager im März 2019 noch schlimmer geworden sei.

Kritik an den Bundeslagern

Diese Bundeslager seien oft weit abgelegen. Als Beispiel nennt Resolut das Asylzentrum auf dem Glaubenberg in Obwalden. Sie bemängelten die strengen Präsenzzeiten, welche die Integration zusätzlich erschweren und an der psychischen Verfassung der Asylsuchenden nagen würden.

Die Demo sei Teil der «Velotour d’Horizon» gewesen, welche vom 10. Juli bis zum 2. August durch die Schweiz führt. Ziel dieser Tour sei es, an verschiedenen «Brennpunkten des Schweizer Asyl-Lager-Systems» das Ausmass der Einschränkungen im Lageralltag zu thematisieren.

Demo war bewilligt

«Die Demonstration wurde von der Stadt Luzern bewilligt und verlief friedlich», schreibt die Organisation. Zum Schutz vor dem Corona-Virus hätten alle Teilnehmer Masken getragen. 

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