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Kanton hält an Strategie fest

Luzern: Verschärfte Massnahmen an Schulen sind kein Thema

An Luzerner Schulen gilt nach wie vor ab der 5. Primar eine Maskenpflicht. (Bild: Symbolbild Adobe Stock)

In den Kantonen wird rege über eine nötige Verschärfung der Corona-Massnahmen diskutiert. Im Fokus stehen dabei die Schulen. Doch die Luzerner Gesundheitsdirektion sieht keinen Grund, dort die Schutz-Massnahmen zu verschärfen.

Die Maskenpflicht an Schulen ist ein bewegendes Thema: Ist eine Maskenpflicht für Kinder legitim? Ab welcher Stufe? Oder ist das Maskentragen in diesem jungen Alter gar schädlich für die Gesundheit? In diesen Fragen teilen sich nicht nur die Meinungen in der Bevölkerung, sondern auch die verschiedenen Strategien der Kantone zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

So setzen manche Kantone wie beispielsweise Zug auf Reihentests ab der 4. Primar, verzichten dafür auf eine Maskenpflicht. Basel-Stadt hat die Maskenpflicht an den Schulen abgeschafft – und mittlerweile ab der 5. Klasse als Reaktion auf die steigenden Corona-Fallzahlen wieder eingeführt. Der Kanton Luzern wiederum setzt schon lange auf eine Maskenpflicht ab der 5. Primar, verzichtet dafür aus Reihentests auf Primarstufe (zentralplus berichtete).

Diese Strategie an den Schulen will der Kanton vorerst beibehalten, obwohl auch in Luzern die Fallzahlen ansteigen. So sagt Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann gegenüber der «Luzerner Zeitung»: «Wir sehen derzeit keinen Grund für weitere Verschärfungen.»

Lehrerverband für eine Verschärfung

Schwerzmann begründet dies darin, dass Luzern Massnahmen wie die Maskenpflicht im Sommer «gegen alle Widerstände» nicht gelockert habe. Auch die wöchentlichen Reihentests auf Sekundarstufe seien nach den Herbstferien weitergeführt worden. Zudem sensibilisiere der Kanton mit einer Kampagne für eine gute Luftqualität in den Schulzimmern. Gemäss Schwerzmann genügen diese Massnahmen derzeit also, um Schüler und Lehrerinnen ausreichend vor einer Corona-Infektion zu schützen. «Selbstverständlich» würde der Kanton die Massnahmen bei Bedarf aber anpassen, ergänzt der Bildungsdirektor.

Das Festhalten an der aktuellen Strategie dürfte beim Präsidenten des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbands, Alex Messerli, für Unmut sorgen. Dieser betonte gegenüber der «Luzerner Zeitung», dass eine Verschärfung der Massnahmen an den Schulen wohl notwendig sei, um das Lehrpersonal genügend vor einer Infektion zu schützen. Er verweist dabei darauf, dass es aufgrund steigender Quaränte- und Isolationsfälle von Lehrerinnen zunehmenden schwierig ist, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten (zentralplus berichtete).

Mögliche Verschärfungen an den Schulen wäre die Ausweitung der Maskenpflicht oder Reihentests auf jüngere Schulkinder.

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