750 Franken pro Person und Quartal

Luzern fordert mehr Geld vom Bund für Ukraine-Flüchtlinge

Sozialdirektor Guido Graf fodert vom Bund mehr Geld für die Integration ukrainischer Flüchtlinge. (Bild: mik/zvg)

Die Kantone werden vom Bund bei der Bewältigung der Flüchtlings-Krise in der Schweiz finanziell unterstützt. Der Kanton Luzern kritisiert jedoch die Höhe des Betrags.

Der Bund rechnet mit 50'000 Flüchtlingen aus der Ukraine, die in den nächsten Wochen in der Schweiz Schutz suchen werden. Gemäss Verteilschlüssel muss der Kanton Luzern knapp 5 Prozent, also rund 2'500 Personen davon aufnehmen.

Bereits die Unterbringung stellt den Kanton vor eine grosse Herausforderung. Er sah sich aus Mangel an Alternative sogar gezwungen, die Flüchtlinge vorübergehend in einem Zivilschutz-Bunker unterzubringen. Herausfordern wird zusätzlich die Integration der ukrainischen Flüchtlinge in der Schweiz.

Luzern fordert mehr Geld

Das ist auch dem Bund bewusst. Er hat deshalb vorgeschlagen, die Kantone mit 750 Franken pro Quartal und Flüchtling zu unterstützen. Für den Kanton Luzern käme so ein Gesamtbetrag von knapp zwei Millionen Franken zusammen.

Im Rahmen der Konsultation dieses Vorschlags kritisiert der Kanton jedoch die Höhe dieses Betrags. «Da die vorgesehene Pauschale die effektiven Kosten der Massnahmen nicht wird decken können, erachtet der Regierungsrat eine Erhöhung der Pauschale als notwendig», heisst es in der Stellungnahme des zuständigen Sozialdepartements.

Sprache im Fokus

Der Bund hat den Kantonen vorgeschlagen, den Schwerpunkt bei der Integration auf die Sprache zu legen. Luzern begrüsst diese Idee, weil das Beherrschen der Sprache das alltägliche Leben und die Arbeitsintegration vereinfache.

Ebenso unterstützt der Kanton den Schwerpunkt «Kinder und Familien». Dabei steht für den Kanton Luzern insbesondere der Zugang zu nachobligatorischen Schulangeboten mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Vordergrund.

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