Lehrer sollen Zeit erfassen

Statt Bauchgefühl sollen nun Fakten her. Die Emmer Lehrer müssen seit August ihre Arbeitszeit erfassen. Ein Drittel der 370 Lehrer soll ein Jahr lang ihre Arbeitszeit aufschreiben – auf 15 Minuten genau und unterteilt in verschiedene Arbeitsfelder.

«Wir wollen Fakten, wie hoch die eigentliche Belastung ist», sagt Bruno Rudin, geschäftsleitender Rektor der Volksschule Emmen gegenüber der »Neuen Luzerner Zeitung (NLZ)». Die Zeiterfassung ist Vorgabe des Kantons.

Bei vielen Emmer Lehrern kommt die Zeiterfassung schlecht an. Sie sprechen auf Anfrage von «einer Misstrauenspolitik». Lehrer würden gegeneinander ausgespielt. Ebenso sei unklar, was genau zu erfassen sei. 

In der Praxis seien die Vorgaben des Kantons nicht immer umsetzbar. Lehrerverbände fordern seit Jahren mehr Lohn und Zeit, weil die Arbeitsbelastung gestiegen sei. Der Kanton Luzern indes muss sparen. «Politische Entscheide dürfen nicht aus einem Bauchgefühl heraus gefällt werden», sagt Rektor Rudin.

Je nach Ergebnis der Zeiterfassungen könnte etwa eine Anpassung sein, eine Projektwoche nicht im Juni durchzuführen, wenn viele Lehrer wegen Elterngesprächen eh schon stark beansprucht seien. 

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