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Kanton soll fundiert Vorgehen

Lange Wartezeiten bei Luzerner Psychiatrie: Grüne fordern Massnahmen

Der Standort der Luzerner Psychiatrie in Luzern. (Bild: zvg lups)

Wer derzeit Hilfe von der Luzerner Psychiatrie in Anspruch nehmen will, muss je nachdem bis zu sechs Monate warten. Für die Grünen ist diese Situation unbefriedigend, weshalb sie nun fundierte Massnahmen fordern. Die Forderung stösst auch in den anderen Fraktionen auf Anklang.

«Die Corona-Krise stellt vieles auf den Kopf. Aber auch sonst ist es eine herausfordernde Zeit, in der viele Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Wer aber eine psychiatrische Behandlung notwendig hat, muss aktuell bis zu sechs Monate darauf warten», heisst es in einer Medienmitteilung der Grünen des Kantons Luzern.

Für die Partei ist die Situation unbefriedigend, weshalb sie vom Kanton nun verlangt, dass er aktiv wird und Massnahmen ergreift, die Lage zu verbessern. «Der Kanton als Eigner der Luzerner Psychiatrie (Lups) steht in der Verantwortung kurzfristig die notwendigen Rahmenbedingungen anzupassen», schreiben die Grünen.

Kanton soll sich die nötige Zeit nehmen

Ihr Kantonsrat Hannes Koch hat deshalb ein entsprechendes Postulat eingereicht, mit dem er der Regierung Beine machen will. Obwohl nun rasch etwas geschehen müsse, hat er darauf verzichtet, eine dringliche Behandlung im Parlament zu verlangen.

«Eine Lösung für eine Verbesserung der bemängelten Umstände setzt eine fundierte Bearbeitung und Klärung des Eigners mit der Lups voraus. Dies braucht Zeit», lautet die Begründung. Zudem müsse die Lösung vom Rat mitgetragen werden. Sei dies kurzfristig bei der Behandlung im Parlament, voraussichtlich im Januar 2021, oder langfristig, wenn es wiederum um die durch den Eigner zu bestimmenden Rahmenbedingungen geht.

«Aus Sicht der Grünen und jungen Grünen ist es notwendig, dass die vorgeschlagenen Massnahmen vom gesamten Rat mitgetragen werden. Wir freuen uns sehr, dass dieses wichtige Anliegen von Vertreterinnen und Vertretern aller Fraktionen des Kantonsrates mit ihrer Unterschrift unterstützt wird», hält die Partei fest. Mit diesem Vorgehen, bekomme der Regierungsrat die Möglichkeit, das «breit abgestützte Anliegen des Vorstosses fundiert zu prüfen und damit eine klare Haltung zu zeigen.»

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