Zu viel Hausgüsel entsorgt

Kriens beerdigt «Wurfkübel»

Schon wieder Geschichte: Die Stadt Kriens hat ihre «Wurfkübel» abgeschafft. (Bild: Website Stadt Kriens)

An zwei Standorten in Kriens sollten Passanten ihren Güsel im wahrsten Sinn des Wortes wegwerfen können. Nur zeigte sich: Der «Wurfkübel» wurde nicht so genutzt, wie die Stadt sich das vorgestellt hat. Jetzt hat sie das Experiment beendet.

Im Flug hätten sich Passanten und Velofahrerinnen von ihrem Güsel verabschieden können. Doch statt den «Wurfkübel», einen Abfallbehälter unter abgeschrägtem Dach, flächendeckend einzuführen, hat die Stadt Kriens die Kübel beim Pilatusmarkt und im Gebiet Langmatt abmontiert.

Das berichtet die «Luzerner Zeitung» und zitiert die Stadt Kriens mit der Begründung, zwar seien die Kübel genutzt worden. Allerdings hätten Passenten und Velofahrerinnen nicht nur ihren Abfall entsorgt, der durch die Verpflegung bei Take-Away-Ständen anfiel, wie das ursprünglich der Sinn gewesen wäre (zentralplus berichtete). Viel mehr hätten die Behörden registriert, dass immer wieder privater Abfall entsorgt worden sei – offenbar, weil die «Wurfkübel» eine grössere Öffnung haben als herkömmliche Güselkübel.

Vorbild aus Holland und Dänemark

Zudem wurden die Kübel laut der Stadt weniger genutzt als erwartet, was sich diese mit dem bereits heute vorhandenen «relativ engmaschigen Netz mit Entsorgungsstationen» erklärt. Anders als in den Niederlanden oder Dänemark, die als Vorbild für den Feldversuch gedient haben, führt die Stadt Kriens die «Wurfkübel» also nicht verstärkt ein. Stattdessen will die Stadt das bestehend Netz auf mögliche Optimierungen prüfen.

Verwendete Quellen
  • Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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5 Kommentare
  • Profilfoto von Kasimir Pfyffer
    Kasimir Pfyffer, 08.01.2024, 16:26 Uhr

    Gibt es den kurzen, alten, feindseligen Mann mit der speckigen Umhängetasche immer noch? Der deponierte jeweils in Zeitungen abgepackte Güselpakete von der Grösse eines Pfünderlis in diversen öffentlichen Abfallkübeln, gerne auch in privaten Containern. Und wehe, man sprach ihn darauf an!

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    Jerome Halter, 08.01.2024, 16:05 Uhr

    Tja, die Dummheit der Sackgebühr…

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    • Profilfoto von Philipp
      Philipp, 09.01.2024, 10:45 Uhr

      Früher war es auch nicht gratis. Da hat einfach jeder gleich viel bezahlt mit der Steuerrechnung. Wenigstens ist die Sackgebühr verursachergerecht.

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    Erwin Lussi, 08.01.2024, 14:17 Uhr

    Der Mensch ist so – bietet sich eine Gelegenheit – nutzt er sie !

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    Grüsse vom Einhorn Schlachthaus, 08.01.2024, 13:39 Uhr

    Naivität 6010!

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