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Initiative in Rickenbach gestartet

Komitee will Windräder auf dem Stierenberg ein für alle Mal beerdigen

Die Fraktion von Alternative Die Grünen und CSP wollen in Zug die Windkraft vorantreiben. (Bild: Unsplash/Chris Barballs)

Eigentlich wollten CVP-Nationalrätin Priska Wismer und ihr Mann mit drei Windrädern einen Beitrag zur Energiewende leisten. Gegner wollen das verhindern – langfristig.

Rund 180 Meter hoch und 20 Millionen Franken teuer sollen die drei Windräder werden, die CVP-Nationalrätin Priska Wismer und ihr Mann bauen möchten. Sie betreiben beim Stierenberg einen Hof und möchten mit dem Projekt zur Energiewende beitragen, schreibt die «Luzerner Zeitung».

Doch nun erfährt das Projekt schon heftigen Gegenwind. Ein Komitee will mittels einer Initiative verhindern, dass auf dem Stierenberg Bauten wie beispielsweise Windräder zonenplanerisch möglich sind – und zwar auf Dauer. Der Gemeinderat soll eine entsprechende Regelung in der Ortsplanung festlegen.

Stimmvolk redet ohnehin mit

«Ich bin überzeugt, dass ein grosser Teil der Bevölkerung die Windräder nicht will», sagt Initiant Pirmin Kammermann zur Zeitung. Er und die beiden Mitinitianten Samuel Hodel und Peter Furrer haben nun 60 Tage Zeit, um 220 Unterschriften zu sammeln. Schaffen sie das, hat das Stimmvolk das letzte Wort.

Das werde ohnehin geschehen, kontert Wismer. Damit die Anlage gebaut werden kann, sei so oder so eine Umzonung nötig. Die öffentliche Auflage und ein Informationsanlass für die Bevölkerung seien für November geplant.

Nachhaltig oder beeinträchtigend?

Nun müssen also beide Seiten um die Gunst der Bevölkerung buhlen. Die Gegner zeigen sich optimistisch. Immerhin wurde im Dezember bereits eine Petition mit über 1600 Unterschriften gegen das Projekt eingereicht. Seither seien sich die Menschen des Wertes des Stierenbergs noch bewusster geworden, glaubt Kammermann. Während des Lockdowns seien viel mehr Leute im Naherholungsgebiet unterwegs gewesen. Kammermann befürchtet zudem, dass die Windräder die Trinkwasserreserven unter dem Stierenberg beeinträchtigen könnten.

Wismer hingegen hofft auf das Bewusstsein für Nachhaltigkeit: «Der Handlungsbedarf bei den erneuerbaren Energien ist gross. Die Mehrheit der Bevölkerung nimmt dieses Problem wahr.» Auf der sicheren Seite wähnt sie sich aber noch nicht. Gerade wegen der Initiative befürchtet sie, dass die Bevölkerung eine «nicht faktenbasierte» Entscheidung treffe.

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