Kein Handel mit der «Peitschendiktatur»

Die «Junge Alternative Zug» fordert, dass Zuger Rohstoff-Händler ihren Handel mit Saudi-Arabien einstellen.

Der Satz «Je suis Charlie» stehe für die Freiheit jedes Menschen, seine Meinung ungestraft kund zu tun. Er bleibe aber Lippenbekenntnis, wenn diese Freiheit nicht auch in allen Ländern der Welt gelte. «Krasses Beispiel für die Missachtung der Meinungs- und Medienfreiheit ist Saudi-Arabien, das den Blogger Raifa Badawi, wegen seiner liberalen Ansichten kürzlich zu zehn Jahren Gefängnis und zu 1‘000 Peitschenhieben verurteilt hat – 50 Schläge jeden Freitag nach dem Gebet und das 20 Wochen lang», schreibt die Junge Alternative Zug. Der Kampf für die Meinungsfreiheit sei erst dann glaubwürdig, wenn sich Politik und Wirtschaft in der Schweiz auch für Raifa Badawi einsetze.

Die Partei fordert daher von allen Zuger Rohstofffirmen, den Handel mit Saudi-Arabien ab sofort auszusetzen. «Boycot Saudi-Arabia! Nur ein Wirtschaftsboykott, der Verzicht auf jeglichen Handel mit saudischem Erdöl und Erdölprodukten, wird in diesem autokratischen Staat zu einem Umdenken führen. Solange die Petrodollars fliessen, werden die Menschenrechte mit Peitschen zerschlagen», schreibt die junge Alternative weiter. Sie fordert von Landammann Heinz Tännler und von Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel, dass der Regierungsrat in diesem Sinne bei den Zuger Rohstofffirmen vorstellig werde.

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