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Günstiges ÖV-Nachtnetz

Kaum Hemmungen: Mehr verschmutzte Nachtbusse

Das Angebot des öffentlichen Nachtverkehrs wird gut genutzt. (Bild: zvg)

Für die Nachtbusse und -züge ist seit einem halben Jahr kein Zuschlag mehr zu zahlen. Das kommt bei den Nachtschwärmerinnen gut an. Nur fehlt die Hemmschwelle bei der Abfallverschmutzung.

Seit einem halben Jahr ist das ÖV-Nachtnetz zuschlagfrei. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 wurde die Änderung umgesetzt. Und das ganz zur Freude der Nachtschwärmer.

Man könnte meinen, dass Corona dem Nachtbetrieb des öffentlichen Verkehrs ein Ende bereitet hat. Doch das erste Fazit des Verkehrsverband «Passepartout» ist positiv. Denn mit der Aufhebung der Corona-Massnahmen im Februar nahm auch die Nachfrage wieder zu. Und auch wenn die Zahlen nicht gleich durch die Decke gehen, ist der Verband zufrieden. «Die Erwartungen wurden auf vielen Linien erreicht oder gar übertroffen», so Luzia Frei, Mediensprecherin vom Tarifverbund Passepartout.

Fahrgäste und Verschmutzung nehmen zu

Besonders gut sieht die Situation im Langzeitvergleich aus. Denn seit 2017 ist die Zunahme von Fahrgästinnen um 80 Prozent gestiegen. «Gerade die neue Nacht-S-Bahn SN1 von Luzern nach Sursee, als Hauptverbindung zu den anschliessenden Buslinien, ist gut ausgelastet», bestätigt Luzia Frei. In der Agglomeration Luzern wird die Strecke zwischen Luzern und Emmenbrücke am stärksten genutzt.

Doch das grössere Angebot im Nachtverkehr hat auch seine Schattenseiten. Denn in Bussen und Zügen bleiben in der Nacht deutlich mehr Essens- und Trinkverpackungen liegen. Für die Nachtschwärmerinnen sei die Hürde deutlich niedriger als für die Gäste während des Tages. «Passepartout» berichtet, dass einige Transportunternehmen deshalb bereits präventiv aktiv sind. Sie würden sich etwa bei einem Sicherheitsdienst Unterstützung holen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung des Tarifverbund Passepartout
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