In der Raumluft

Kantonsschule Seetal kämpft gegen erhöhte Schadstoffwerte

Die Kantonsschule Seetal in Baldegg. (Bild: Screenshot Facebook/Kantonsschule Seetal)

Diverse Sanierungsmassnahmen an den Schulräumen stehen in der Kantonsschule Seetal bevor. Im Rahmen der Vorabklärungen wurden erhöhte Schadstoffwerte gemessen.

Die Schulräume der Kantonsschule Seetal in Baldegg sind mit wenigen Ausnahmen 40 Jahre und älter. Deshalb bedürfen die Räume diverser Sanierungsmassnahmen. Im Rahmen der Vorabklärungen ist stichprobenweise die Schadstoffbelastung in der Luft der Innenräume gemessen worden. Dabei zeigte sich, dass in verschiedenen Räumen die empfohlenen Richtwerte überschritten werden, wie der Kanton Luzern am Mittwochmorgen mitteilt.

Die Resultate zeigten zu hohe Formaldehydwerte. Die Messungen fanden in Räumen statt, die für mehrere Stunden nicht gelüftet wurden. Im regulären Schulbetrieb liege die Schadstoffkonzentration deutlich tiefer, heisst es vonseiten des Kantons.

Was ist Formaldehyd?
Formaldehyd ist ein Stoff, der in der Produktion von Spanplatten und anderen verleimten Werkbaustoffen, aber auch in Farben eingesetzt wurde. In geringen Mengen kommt er auch natürlicherweise in Holz vor. Beim Einatmen von Formaldehyd aus der Raumluft werden bei höherer Konzentration die Schleimhäute der Atemwege und Augen gereizt. Bei anhaltender Reizung kommen unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein dazu.

Die Erziehungsberechtigten der Lernenden wurden über die Schadstoffbelastung sowie die entsprechenden Massnahmen zur Luftverbesserung informiert. Ebenso wurden die Mitarbeitenden über die Messwerte und die Massnahmen in Kenntnis gesetzt. Zusätzlich findet kommende Woche eine Informationsveranstaltung für Mitarbeitende und Eltern statt, um detaillierter zu informieren und Fragen zu beantworten.

Maschinen zur Verbesserung der Raumluft stehen ab sofort in Betrieb

Ab sofort werden Raumluftreinigungsgeräte in den betroffenen Zimmern in Betrieb genommen. Zudem werden die Schul- und Arbeitszimmer weiterhin gemäss einem festgelegten Rhythmus gründlich gelüftet.

Mit diesen beiden Massnahmen könne sichergestellt werden, dass niemand übermässiger Belastung durch Raumluftschadstoffe ausgesetzt ist, bis die Sanierungsarbeiten starten. Die Wirksamkeit dieser Massnahmen werde mit Nachmessungen überprüft. Um die Schadstoffbelastung detaillierter belegen zu können, werden in den nächsten Tagen weitere Messungen erfolgen, schreibt der Kanton abschliessend.

Verwendete Quellen
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