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Wütender Leserinnenbrief

Kantonsrätin will mehr Verständnis für Polizeiarbeit

Die Präsidentin der Justiz- und Sicherheitskommission, Inge Lichtsteiner, fordert mehr Dankbarkeit für die Polizei. (Bild: Die Mitte Luzern)

Die Luzerner Mitte-Kantonsrätin Inge Lichtsteiner ärgert sich über über die Skepsis gegenüber der Polizei. In der Diskussion rund um den Waffenträger, der am 4. Juni durch Luzern lief, fordert sie mehr Dankbarkeit.

Am 4. Juni lief ein Mann mit einem Waffenaufsatz durch Luzern. Er wurde kurz danach von der Polizei festgenommen und vorsorglich in psychiatrische Behandlung gebracht. Der Waffenaufsatz, den der Mann vor sich hertrug war zwar zu keiner Zeit gefährlich, aber löste Angst bei den Personen in den Gartenbeizen aus, an denen er vorbeilief.

Die Luzerner Zeitung hat anschliessend mit dem vermeintlichen Aktivisten gesprochen und einen Bericht zu seiner Perspektive auf die Tat publiziert. Darüber hat sich die Luzerner Politikerin Inge Lichtsteiner nun aufgeregt. Die Mitte-Kantonsrätin enervierte sich in einem Leserinnenbrief im Willisauer Bote über die Kritik an der Polizeiarbeit. Der Artikel habe grosse Empathie für den Mann ausgelöst, der mit seiner Tat ein aktivistisches Zeichen setzen wollte.

Keine amerikanischen Zustände

Lichtsteiner, die auch Präsidentin der Justiz- und Sicherheitskommission ist, kritisierte vor allem die fehlende Wertschätzung für die Polizei- und Behördenarbeit. Im Artikel der Luzerner Zeitung hatte der Anwalt des Mannes besonders die Behandlung in der psychiatrischen Klinik kritisiert. Lichtsteiner findet das übertrieben: «Ich kann wenig Verständnis für dieses juristische Geplänkel aufbringen, welches wieder einmal die Arbeit der Polizei infrage stellt.»

Wir hätten in der Schweiz immer noch eine sehr privilegierte Situation und sollten die Arbeit der Institutionen mehr schätzen. «In Zeiten, in denen uns fast täglich Meldungen von Attentaten und Schiessereien in Schulen vor allem aus den USA erreichen, sollte mehr Verständnis für die Arbeit der Sicherheitsbeamten und Sicherheitsbeamtinnen vorhanden sein», schreibt sie.

Die Polizei riskiere täglich ihr Leben. Das habe mehr Wertschätzung verdient, so Lichtsteiner.

Verwendete Quellen
  • Artikel aus dem Willisauer Boten
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