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2G – aber ohne das plus

Kanton Zug ist für verschärfte Corona-Massnahmen

Die Zuger Regierung ist für die Verschärfung der Massnahmen. So zum Beispiel sollen auch die anderen Kantone die Maskenpflicht auf die Primarstufe ausweiten. (Bild: )

Die Zuger Regierung bejaht die Notwendigkeit von Verschärfungen der derzeitigen Corona-Massnahmen. Der Kanton favorisiert die «Variante 1», also den weitgehenden Einsatz von 2G-Regeln. Gleichzeitig fordert Zug einige Ausnahmen.

Wie zuvor der Kanton Luzern hat sich nun auch der Kanton Zug für verschärfte Corona-Massnahmen ausgesprochen (zentralplus berichtete). Die Zuger Regierung sei der Ansicht, «dass eine weitere Belastung des Spitalsystems nicht in Kauf genommen werden kann», wie sie in ihrer Vernehmlassungs-Antwort schreibt. Der Kanton Zug favorisiert die Variante 1 des Bundes. In dieser Variante wird in allen Bereichen, in denen zurzeit die 3G-Regel gilt, die 2G-Regel eingeführt (zentralplus berichtete). Zutritt zu Restaurants, Kinos, Bibliotheken und co. hätten demnach nur noch, wer geimpft oder genesen ist.

2G ohne plus und Gratis-Tests

Die Zuger Regierung besteht jedoch auf zwei Ausnahmen: Erstens lehnt sie die 2G-plus-Regel ab. Damit wäre für den Zutritt in Clubs und Bars, in denen eine zusätzliche Maskenpflicht schwer umsetzbar ist, zusätzlich zum 2G-Zertifikat auch ein negativer Test verlangt worden. Zweitens sollen Arbeitende im Aussendienst immer noch in Betriebskantinen und vergleichbaren Angebote mit 3G und Masken- und
Sitzpflicht speisen können.

Falls die Variante 1 letztlich umgesetzt wird, spricht sich der Kanton Zug zudem für die Wiedereinführung der Gratis-Tests aus. Die Kosten für präventive Schnelltests durch Fachpersonen und Reihentests soll wieder der Bund übernehmen. Selbsttests sowie Tests, die auf ein Zertifikat – zum Beispiel ein PCR-Test fürs Reisen – abzielen, sollen jedoch weiterhin selbst berappt werden.

Statt Fernunterricht lieber 3G-plus

Grundsätzlich ist die Zuger Regierung Fernunterricht an Universitäten und Hochschulen positiv gestimmt. Jedoch sollen für bestimmte Kurse und Fächer wie beispielsweise Musik Ausnahmen gelten, da diese im Fernunterricht nicht unterrichtet werden können.

Zudem würde der Kanton Zug die Weiterführung des Präsenzunterrichts mit 3G plus Maskenpflicht bevorzugen. Andernfalls würden viele Studierende ausgeschlossen: «Bei einem reinen Fernunterricht wäre mit Studienabbrüchen oder -unterbrüchen sowie mit Studienverzögerungen zu rechnen», befürchtet die Zuger Regierung in ihrer Antwort.

Auch die Ausweitung der Maskenpflicht in den Volksschulen befürwortet Zug. Sie fordern ähnliches Vorgehen, wie es der Kanton selbst hat: Die generelle Maskenpflicht ab Primarstufe (zentralplus berichtete).

Keine Home-Office-Pflicht

Die Einführung einer Home-Office-Pflicht geht dem Kanton hingegen zu weit. Auch für etwaige Einschränkungen für Ungeimpfte im privaten Rahmen hat die Zuger Regierung kein Gehör.

Was letztlich umgesetzt wird, will der Bundesrat am Freitag, 17. Dezember bekannt geben.

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