Einführung der Zertifikatspflicht

Jungfreisinnige Luzern fordern kostenlose Tests für Studenten

Am Montag beginnt an den Hochschulen das neue Semester – mit Zertifikatspflicht.

Die Luzerner Hochschulen haben in den vergangenen Tagen die Einführung der Zertifikatspflicht verkündet. Gleichzeitig werden Corona-Tests ab 1. Oktober voraussichtlich kostenpflichtig. Die Luzerner Jungfreisinnigen fordern darum von den Hochschulen, dass diese ab 1. Oktober für die Testkosten der Studentinnen aufkommen.

Am Montag beginnt an den Schweizer Hochschulen das Herbstsemester 2021. In Luzern und vielen anderen Orten jedoch unter speziellen Bedingungen. Denn für die Lehrveranstaltungen ab 30 Personen besteht eine Zertifikatspflicht.

Wer ab Montag also an einer grösseren Lehrveranstaltung teilnehmen will, muss entweder geimpft, genesen oder getestet sein. Das Testen wird ab 1. Oktober voraussichtlich aber kostenpflichtig und somit schnell kostspielig für die Studenten. Aus diesem Grund fordern die Jungfreisinnigen Kanton Luzern, dass die Hochschulen ab dem 1. Oktober für die Testkosten der Studentinnen aufkommen.

Die Partei schreibt in einer Mitteilung, dass sie das Covid-Zertifikat zwar für ein sinnvolles Instrument halte, um das Coronavirus einzudämmen. Mit den kostenpflichtigen Tests ab 1. Oktober führe die Zertifikatspflicht für Studenten jedoch zu einem indirekten Impfzwang: «Der Zugang zu Lehrveranstaltungen wird aufgrund der enormen monatlichen Testkosten für einige Studierende faktisch verunmöglicht», heisst es in der Mitteilung. Die Studentinnen seien aber auf die Teilnahme am Unterricht angewiesen, um die Prüfungen zu bestehen.

Darum appellieren die Jungfreisinnigen an die Hochschulen, die Testkosten für Studenten unbefristet zu übernehmen. Alternativ müssten die Hochschulen ein umfassendes digitales Lernangebot zu schaffen, damit für alle Studentinnen ein vollständiger Zugang zu den Lehrveranstaltungen gewährleistet ist.

Hochschulen prüfen Übernahme der Testkosten

Tatsächlich prüfen die drei Luzerner Hochschulen (Uni Luzern, Hochschule Luzern, Pädagogische Hochschule Luzern) derzeit eine Subventionierung der Testkosten der Studenten (zentralplus berichtete). Am Donnerstag hatte die Hochschule Luzern auf ihrer Webseite bereits verkündet, dass sie die Testkosten der Studentinnen vorerst bis zum 31. Oktober übernehmen wird. Die anderen beiden Hochschulen haben ihre Entscheidung bislang noch nicht öffentlich kommuniziert.

Offen ist zurzeit sowieso, ob die Corona-Tests ab 1. Oktober tatsächlich kostenpflichtig werden. So wird seit dieser Woche darüber spekuliert, ob der Bundesrat seinen Entschluss vom August rückgängig macht und nach dem 1. Oktober weiterhin für sämtliche Testkosten aufkommt. Eine mögliche Entscheidung wird für heute Freitag erwartet.

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3 Kommentare
  • Profilfoto von Kasimir Pfyffer
    Kasimir Pfyffer, 17.09.2021, 20:32 Uhr

    Die Jungfreisinnigen gehören dringend psychologisch abgeklärt. Sie gehören zur Fraktion, die von morgens früh bis abends spät «Eigenverantwortung» kräht und einen «schlanken Staat» verlangt. Die Pandemie der Ungeimpften und damit die Einschränkungen für uns alle auf Staatskosten zu verlängern, während die sehr sichere Gratis-Impfung im Überfluss verfügbar ist, grenzt an Wahnsinn.

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  • Profilfoto von Paul
    Paul, 17.09.2021, 20:12 Uhr

    Ich vordere ein vegan Menu , Masken , sackgeld und frische bettwäsche täglich bitte …. Besten dank
    …. Eiaaa es wird immer verlangt verlangt und verlanget … aber wehe der Bundesrat verlangt

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  • Profilfoto von Student
    Student, 17.09.2021, 11:51 Uhr

    Die Impfung ist gratis, sicher, hochwirksam, reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Spitalaufenthaltes oder Todes massiv, und schützt andere auch besser als ein Schnelltest.

    Weshalb sollte wir also Tests für die rückstandigen Subventionieren?

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