Luzerner Sportvereine sollen Projekte lancieren

Integration auf dem Fussballplatz und in der Turnhalle

Regierungspräsident Guido Graf lud zum «Luzerner Dialog Sportpolitik», der sich dem Thema Integration im und durch den Sport widmete.

(Bild: zvg)

Der Kanton Luzern wünscht sich, dass die Sportvereine mehr eigene Projekte zur Integration von Migranten lancieren. Deshalb organisiert er einen Anlass zum Thema. Dabei zeigte sich: Was bei manchen bereits gang und gäbe ist, gibt andernorts mehr zu tun.

Die Luzerner Sportvereine sollen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund stärker fördern. So lautet das Fazit des «Luzerner Dialog Sportpolitik», der am Donnerstag über die Bühne ging und zu dem der Kanton die Akteure aus dem Sportbereich jährlich einlädt.

Ziel des Anlasses war es, die Luzerner Sportvereine zu motivieren, eigene Projekte zur Integration von Migrantinnen und Migranten zu lancieren. Ein verbindliches Engagement in einem Sportverein wirke sich positiv auf die Integration und das Erlernen der Sprache aus, ist Regierungspräsident Guido Graf überzeugt. «Der Sport vermittelt Normen und Werte wie Fairness und Teamgeist. Dies sind Werte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.»

Erste Projekte laufen

Entsprechende Bemühungen sind bereits im Gange. So verfügen zahlreiche Sportvereine über ein Integrationskonzept, beispielsweise Swiss Central Basket. Auch beim SC Kriens spielen seit rund zweieinhalb Jahren junge Asylsuchende in verschiedenen Mannschaften mit. Die Erfahrungen sind laut Präsident Werner Baumgartner durchwegs positiv. Man gebe den jungen Asylsuchenden eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und ermögliche ihnen den Kontakt mit anderen jungen Menschen.

Anders ist die Ausgangslage beim Turnen. Eine Sportart, die laut Marcel Wolfisberg, Präsident des Kunstturnerverbands Luzern, Ob- und Nidwalden, für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oft nicht die erste Wahl sei. Die Vereine aus seinem Verband bieten darum gezielt Schnuppertrainings in den Gemeinden an.

Für den Kanton ist derweil klar, dass auch kulturelle Herausforderungen mit dem Thema verbunden seien. Gleichwohl hält er fest, dass Sportvereine einen wichtigen Beitrag in der Integrationsarbeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen leisteten.

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