Illegale Waffen und Aufbau eines Escort–Service

Er habe eine Chinesin dabei unterstützt, einen Escortservice aufzubauen – deshalb musste ein Luzerner Abteilungsleier beim Amt für Migration  seinen Sessel räumen. Der Mann will vom Erwerb seiner Freundin allerdings nichts gewusst haben, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» schreibt. Er habe «nur aus Liebe» gehandelt: Seine Frau sei hauptsächlich im Ausland unterwegs, die Bekanntschaft mit der Freundin sei «Liebe auf den ersten Blick» gewesen.

«Ich wollte mit ihr zusammen sein, eine Familie gründen», sagt der Mann vor Gericht. Dann kam das Doppelleben: Eine Wohnung für die Freundin, bei der er so oft wie möglich übernachtet habe, Sprachkurse und der Versuch, ihr eine Arbeitsbewilligung zu beschaffen.

Gleichzeitig habe sie hinter seinem Rücken versucht, einen Escort–Service aufzubauen. Allerdings: Die 600 Franken fürs Inserat für ihre sexuellen Dienste hat er bezahlt – er habe nicht gewusst, um was es sich dabei handelt, verteidigt sich der Angeklagte. Die «Zentralschweiz am Sonntag» fragt: Ist das glaubwürdig? Zudem: In der Wohnung des Mannes wurde eine ganze Reihe von Waffen gefunden: Zwei Maschinengewehre, eine Pistole, zwölf Schmetterlingsmesser und ein Schlagstock. Der Mann will die Waffen noch vor Einführung der Waffenscheinpflicht gekauft – und dann vergessen haben. Ein weiterer Grund für die Entlassung sei eine unzulässige Menge von Medikamenten, die der Mann im Ausland bestellt habe.

Der Angeklagte habe an der Verhandlung mitgenommen gewirkt, schreibt die Zeitung. «Ich hatte vorher eng mit der Polizei zusammengearbeitet. Plötzlich war ich nicht mehr der Kollege, sondern der Feind.»

Angeklagt ist der Mann für die «Erleichterung des rechtswidrigen Aufenthaltes in der Schweiz», da seine mittlerweile Ex–Freundin als Touristin eingereist war, und wegen widerrechtlichen Besitzes von Waffen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Busse von 6500 Franken und eine bedingte Geldstrafe von 110 Tagessätzen à je 190 Franken. Die Verteidigung  verlangt einen Freispruch. Das Urteil steht noch aus.

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