Hundert neue Betten für 36,25 Millionen

So soll der Neubau in St. Urban aussehen. (Bild: zvg)

Die Luzerner Psychiatrie steht vor einem weiteren wichtigen Meilenstein in der Umsetzung ihrer Strategie «lups2020». Mit dem Neubau Haus C kann ein bedeutender Entwicklungsschritt für eine bedarfsgerechte und zeitgemässe Gesundheitsversorgung der Luzerner Bevölkerung realisiert werden. Der Spatenstich erfolgt im August 2016. Per Ende 2018 werden im Neubau drei Stationen für die Alterspsychiatrie und eine Spezialstation für affektive Störungen eingerichtet. Zusätzlich wird eine neue Psychotherapiestation eröffnet.

Der Neubau in St. Urban ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie «lups2020». Das Investitionsvolumen für fünf Stationen à 20 Betten beträgt CHF 36.25 Millionen. Dank der kompakten Bauvolumen- und Ablaufoptimierung wird sich die Investition in die neue Infrastruktur mittel- und langfristig positiv auf die jährlichen Betriebskosten auswirken.

Der bestehende Altbau wir im Juli 2016 abgerissen. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen mit dem Spatenstich Ende August 2016. Verlaufen die Arbeiten planmässig, kann das Gebäude Ende 2018 bezogen werden, schreibt die Luzerner Psychiatrie in einer Mitteilung.

Alterspsychiatrie

Zwei der drei alterspsychiatrischen Stationen sind Akutstationen. Davon ist eine auf dementielle und die andere auf funktionelle Störungen spezialisiert. Auf dieser werden ältere Patienten mit Depressionen, Angst- oder Suchterkrankungen behandelt. Die dritte alterspsychiatrische Station steht für die spezialisierte Langzeitpflege zur Verfügung. Pflegebedürftige Patienten, die aufgrund ihrer psychiatrischen Grunderkrankung oder aufgrund eines ausgeprägten selbst- oder fremdaggressiven Verhaltens nicht in einem herkömmlichen Alters- oder Pflegezentrum Aufnahme finden, werden hier behandelt.

Spezialstation für affektive Störungen

Auf der Station Affektive Störungen steht Menschen mit Depressionen, Erschöpfungssyndromen und Burnouterkrankungen ein spezialisiertes Behandlungsangebot zur Verfügung.

Neue Psychotherapiestation

Bislang verfügte die Luzerner Psychiatrie nicht über eine eigene Psychotherapiestation. Da ein solches Angebot im Kanton Luzern fehlte, mussten sich Patienten bislang ausserkantonal behandeln lassen. Lange Wege und oft lange Wartefristen mussten dabei in Kauf genommen werden. Aber auch von Seiten der zuweisenden Stellen wurden Bedürfnisse gemeldet. Diesem Umstand und aufgrund der Bevölkerungsentwicklung trägt die lups Rechnung und eröffnet eine Psychotherapiestation. Auf dieser werden Menschen mit Persönlichkeitsstörungen (vor allem Borderline-Persönlichkeitsstörungen), schweren posttraumatischen Belastungs- oder Schmerzstörungen behandelt.

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