Nebst Umweltverbänden auch Mieterinnen

Gegen Seilbahn-Projekt in Weggis gehen 14 Einsprachen ein

Die alte Seilbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad soll ersetzt werden. Die derzeitigen Pläne stossen jedoch auf viel Gegenwind. (Bild: Rigi.ch)

In Weggis soll ein neuer Seilbahnkorridor nach Rigi Kaltbad entstehen. Bis letzte Woche konnte gegen die öffentlich aufliegenden Pläne Einspruch erhoben werden. Wie sich zeigt, wurde diese Möglichkeit rege genutzt.

Bereits der ersten Variante der geplanten Seilbahn wehte ein rauer Wind entgegen. Die Rigi Bahnen musste deshalb stark über die Bücher (zentralplus berichtete). Zwischen dem 15. November und dem 14. Dezember lag in Weggis der Planungsbericht für die neue Version der Seilbahn auf. Dabei ging unter anderem eine Sammeleinsprache von verschiedenen Umweltverbänden ein (zentralplus berichtete). Diese fordern unter anderem ein erneutes Gutachten durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission.

Wie nun die Gemeine Weggis am Mittwoch mitteilt, gingen nebst der Einsprache der Umweltverbände noch 13 weitere Einsprachen ein. Diese kamen von «Grundeigentümerschaften in Weggis und Rigi Kaltbad» und «Mietern von Wohnungen auf Rigi Kaltbad». Zudem hat auch die Stiftung «Helvetia Nostra» Einsprache erhoben. Die Berner Organisation betitelt sich selbst als «Hüterin der Schweizer Natur, Landschaft und Heimat».

Themen
Deine Ideefür das Community-Voting

Die Redaktion sichtet die Ideen regelmässig und erstellt daraus monatliche Votings. Mehr zu unseren Regeln, wenn du dich an unseren Redaktionstisch setzt.

Deine Meinung ist gefragt
Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Bitte beachte unsere Netiquette.
Zeichenanzahl: 0 / 1500.


2 Kommentare
  • Profilfoto von Gegenwind
    Gegenwind, 23.12.2021, 10:29 Uhr

    Diese Einsprecher stammen wohl aus den gleichen Kreisen, die nichts dagegen haben, dass das Land mit Windrädern zugestellt wird.

    👍0Gefällt mir👏0Applaus🤔1Nachdenklich👎0Daumen runter
  • Profilfoto von Hanswurst
    Hanswurst, 22.12.2021, 18:21 Uhr

    Wenn ich mit ausländischen Gästen auf dem Vierwaldstättersee cruise, bin ich regelmässig mit negativen Kommentaren zur Verschandelung dieser spektakulären Landschaft konfrontiert. Tatsächlich ist es so, dass insbesondere die Abschnitte Brunnen – Gersau und Vitznau – Weggis, Ennetbürgen oder Stansstad –Fürigen, abgesehen von löblichen Ausnahmen, mit vielen unsensiblen, architektonisch minderwertigen Bebauungen oftmals im Vorortstil komplett verunstaltet ist. Da fragt man sich ernsthaft: Was haben der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee, die Stiftung «Helvetia Nostra» oder die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission diesbezüglich in den vergangenen Jahrzehnten wirklich geleistet? Wohl eher nichts Wesentliches. In Anbetracht des enormen Widerstands gegen die neue Seilbahn Weggis – Rigi Kaltbad entsteht der Eindruck, dass diese Verbände einen völlig getrübten Röhrenblick haben und sich einige Exponenten einfach profilieren möchten. Dass ehrliche und profunde Kritik solchen Projekten zuträglich sein kann, bezweifelt niemand. Aber dass diese Verbände mit derart unterschiedlichen Ellen messen, lässt grosse Zweifel an deren Glaubwürdigkeit und Rechtschaffenheit aufkommen.

    👍2Gefällt mir👏0Applaus🤔0Nachdenklich👎1Daumen runter
Apple Store IconGoogle Play Store Icon