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Alle Parteien für einmal einig

Geballter Krienser Widerstand gegen Bypass

Durch den Bypass würde die Ein-/Ausfahrt zum Sonnenbergtunnel doppelt so breit. Deshalb fordert die Gemeinde Kriens eine Überdeckelung dieses Abschnitts.

(Bild: iPhoto)

Unter dem Motto «Die Krienser Bevölkerung steht für eine lebenswerte Zukunft zusammen» hat am Montag ein überparteiliches Komitee die Petition «Bypass – so nicht!» eingereicht. 2800 Unterschriften fordern: eine verträgliche Umsetzung des Verkehrs-Mammut-Projekts.

Dem Komitee gehören alle Krienser Parteien an, also: CVP, JCVP, FDP, SVP, SP, Grüne und Grünliberale. Gemeinsam haben sie am Montagnachmittag beim Kanton ihre Forderung deponiert.

Das Allparteien-Komitee «Bypass – so nicht!» kämpft seit über zwei Jahren für eine verträgliche Umsetzung des Mammut-Projektes Bypass. «Das Komitee hat seine Anliegen bereits zweimal beim Luzerner Regierungsrat vorgetragen, allerdings ist der Kanton bisher den Krienser Anliegen noch nicht entgegengekommen», schreibt das Komitee. Deshalb will man mit den 2‘800 Unterschriften den Krienser Forderungen jetzt noch mehr Nachdruck verleihen.

Mit der Petition fordern die Krienser:

  1. Die Erarbeitung und Umsetzung eines Verkehrskonzepts, damit die Verkehrsprobleme von Kriens unter Einbezug des Zusatzverkehrs (Kantonsstrasse K4), die durch den Bypass verursacht werden, nachhaltig gelöst werden können.
  2. Eine Einhausung des Bypass, die bis in den Bereich der Arsenalbrücke geht und die gleichzeitig mit dem Bau des Bypasses realisiert wird.

Am 8. Dezember 2016 hat das Komitee die Petition bereits beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingereicht. Die Bearbeitung liegt nun bei den Verkehrskommissionen der eidgenössischen Räte.

«Wir fordern eine Lösung des Zusatzverkehrs, der durch die Zu- und Abfahrten beim Bypass auf der Hauptachse der Kantonsstrasse in der Standortgemeinde Kriens entsteht», so das Komitee. Kriens dürfe nicht für das nächste Jahrhundert verunstaltet und mit zusätzlichem Verkehr belastet werden.

Mit dem Bypass soll der Engpass im Nationalstrassennetz im Raum Luzern behoben werden. Dazu gehört ein Ausbau der Autobahn A14 von vier auf sechs Spuren zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain sowie ein neuer Autobahntunnel durch den Sonnenberg mit zwei zweispurigen Röhren zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens. Kürzlich hat der Bundesrat dem generellen Projekt zum Gesamtsystem Bypass Luzern zugestimmt (zentralplus berichtete).

Das sind die Elemente des Projekts Bypass Luzern. (Quelle: Kanton Luzern)

Das sind die Elemente des Projekts Bypass Luzern. (Quelle: Kanton Luzern)

(Bild: Kanton Luzern/zentral+)

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