Stadtparlament spricht Kredit

Für mehr Sicherheit: Stadt Luzern plant zweites Datencenter

Im Wartegghügel baut EWL ein Rechenzentrum.

(Bild: Arnold Petra)

Die Stadt Luzern will im Wartegg-Stollen ein zweites Datacenter einrichten. Das soll verhindern, dass die städtische IT-Infrastruktur bei einem Schadenfall für längere Zeit ausfällt. Das Stadtparlament war sich am Donnerstag einig: Dieser Schritt ist dringend nötig. 

Die Stadt Luzern investiert in die Datensicherheit. Der Grosse Stadtrat hat am Donnerstag einen Kredit von insgesamt drei Millionen Franken gesprochen, um ein neues Datacenter aufzubauen.

Aktuell betreibt die Stadt im Stadthaus ein solches Center. Dazu kommt, räumlich getrennt, ein Back-Up-System für die tägliche Sicherung der Daten. Ein Zustand, mit dem die Erforderungen der Informatikstrategie 2020 nicht erfüllt werden können. Denn würde das Datacenter ausfallen – etwa bei einem Hochwasser –, droht ein längerer Stillstand. Das könnte heissen, dass der Zugriff auf viele Informationen verwehrt würde oder die Telefone nicht benutzt werden könnten. In Zukunft sollen kritische Systeme hingegen maximal einen halben Tag ausfallen dürfen.

Dass eine Gemeinde dieser Grösse nur ein Datacenter betreibt, darüber äusserten mehrere Fraktionssprecher am Donnerstag Erstaunen. Der Tenor war klar: Der Schritt hin zu mehr Datensicherheit ist längst überfällig. Entsprechend einstimmig fiel der Entscheid für den Ausbau.

Im Wartegg-Stollen einmieten

Für das zweite Datacenter möchte sich die Stadt Luzern extern einmieten. Wunschpartner ist die Tochterfirma Energie Wasser Luzern (EWL), die im Wartegg-Stollen ein Rechenzentrum baut (zentralplus berichtete).

Der Standort liegt laut Stadtrat genug weit von der bestehenden Infrastruktur entfernt, dass nicht beide Zentren vom selben Ereignis betroffen wären. Das Rechenzentrum neben der Kanti Alpenquai wird indes frühestens 2021 realisiert sein. Darüber wird das Parlament deshalb erst in einem zweiten Schritt entscheiden.

Parlament gibt grünes Licht

Am Donnerstag gab er deshalb erstmal grünes Licht für die erste Phase. Bis Ende 2020 wird temporär das zweite Datacenter in einem zweiten Raum in einem stadteigenen Gebäude aufgebaut. Die bestehende Infrastruktur soll sicherer, leistungsfähiger und energieeffizienter werden.

Im Kredit enthalten sind Investitionen für Soft- und Hardware im Umfang von rund einer Million Franken sowie jährlich wiederkehrende Betriebsausgaben von 200’000 Franken (die gemäss Vorgaben jeweils auf zehn Jahre gerechnet werden, weshalb der Kredit auf zwei Millionen Franken angesetzt wird). Die Arbeiten sollen bereits diesen Juli starten.

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