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Migros-Kulturprozent vergibt 60'000 Franken

Geld für Varieté, Filmbüro und ein neues Luzerner Satire-Magazin

Das Team hinter dem «Varieté Caleidoskop» mit Initiantin Claudia Kienzler (auf dem Sofa). (Bild: zvg)

Zum letzten Mal vergibt das Migros-Kulturprozent den Zentralschweizer Förderpreis. Unterstützt wird das «Varieté Caleidoskop», das Filmbüro Zentralschweiz sowie eine neue Online-Plattform Kultz.ch.

Der Zentralschweizer Förderpreis des Migros-Kulturprozent, der sich an professionelle Kulturschaffende und Kulturinstitutionen richtet, wird zum letzten Mal vergeben. Ab 2020 integriert die Migros Luzern die Mittel in die laufende Förderung von gesellschaftlichen Projekten.

Mit insgesamt 60'000 Franken werden noch ein letztes Mal drei Projekte ausgezeichnet, die einen wichtigen Beitrag zu einer belebten Zentralschweizer Kulturlandschaft leisten, teilt die Migros mit.

30'000 Franken gehen an das «Varieté Caleidoskop», das die 70-jährige Tradition des ältesten Jahrmarkt-Schaubuden-Zelts fortführt. Die Initiantin Claudia Kienzler kauft das Zelt des ehemaligen «Broadway Varieté» und stellt mit einem Team ein abendfüllendes Programm aus Artistik, Musik, Theater, Tanz, Komik und Kulinarik zusammen. Ein mobiles Angebot mit überregionaler Ausstrahlung werde geschaffen, heisst es in der Begründung.

20'000 Franken erhält das Filmbüro Zentralschweiz, das vom Verein Film Zentralschweiz betrieben wird. Es trage als wichtigste Drehscheibe für die Zentralschweizer Filmbranche zu deren Stärke bei. Das Filmbüro hilft bei der Bekanntmachung von Filmproduktionen, der Organisation von Podiumsdiskussionen oder Premieren und vernetzt die Branche.

Der Vorstand des Vereins Film Zentralschweiz. (Bild: zvg)

Das dritte Siegerprojekt heisst Kultz.ch – dahinter verbirgt sich eine unabhängige und kritische neue Luzerner Online-Plattform für Kultur und Satire. Das Projekt erhält 10'000 Franken, es will eine «fundierte, spartenübergreifende Berichterstattung über die Zentralschweizer Kulturlandschaft bieten».

Die geplante Kombination von Kulturjournalismus und einem Satire-Teil sei für die Zentralschweiz eine grosse Bereicherung, ist die Migros überzeugt. «Die Dringlichkeit einer solchen Plattform ist gross und Kulturjournalistinnen und -journalisten, Kulturschaffende aber auch die breite Bevölkerung profitieren von diesem Gefäss.» Initiant ist der Kulturjournalist Heinrich Weingartner, der ein Netzwerk von Medienexpertinnen, Journalisten und Kulturschaffenden hinter sich weiss. Die Ausarbeitung des Projektes findet in den nächsten Monaten statt.

Zwischen 2013 und 2019 hat die Migros insgesamt 46 Projekte mit 735'000 Franken unterstützt.

Will mit Kultz.ch durchstarten: Kulturjournalist Heinrich Weingartner. (Bild: zvg)
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