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Wertvollen Schmuck und Bargeld

Falsche Zuger Polizistin macht fette Beute

Die falsche Polizistin verlangte von der Zuger Seniorin wertvollen Schmuck. (Bild: Symbolbild Pixabay)

Eine Zuger Seniorin hat falschen Polizisten Schmuck im Wert von über 30'000 Franken übergeben. Bei einer weiteren Dame konnte eine Geldübergabe von 400'000 Franken verhindert werden, wie die Zuger Polizei mitteilt.

Die Masche der Betrüger funktioniert immer nach dem gleichen Schema (zentralplus berichtete). Das Telefon klingelt und am anderen Ende der Leitung meldet sich eine Person, die sich als Polizist oder Polizistin ausgibt. Die unbekannte Person erzählt dem mutmasslichen Opfer eine frei erfundene Geschichte, so zum Beispiel von einem Verkehrsunfall, den ein Familienmitglied verursacht haben soll.

So lief es auch letzten am Donnerstagnachmittag bei einer 83-jährigen Zugerin ab. Um 15 Uhr erhielt sie von einer unterdrückten Telefonnummer einen Anruf auf das Festnetztelefon. Dabei gab sich eine unbekannte Frau als Polizistin aus. Die Seniorin wurde angewiesen, auf keinen Fall die Verbindung zu unterbrechen.

Falsche Polizistin verlangt Geld für eine Kaution

Die falsche Polizistin erzählte der Dame, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe und sie jetzt eine Kaution in der Höhe von 92'000 Franken leisten müsse. Ansonsten müsse ihre Tochter die Nacht bei der Polizei verbringen. Da das Opfer nicht so viel Bargeld zur Verfügung hatte, fragte die Betrügerin nach Schmuck.

Die Seniorin wurde angewiesen, den Schmuck in eine Tasche zu packen und einem Herrn Bach zu übergeben. Wenig später fand die Übergabe in der Nähe ihres Wohnortes statt. Der angebliche Herr Bach nahm die Tasche mit dem Schmuck im Wert von über 30'000 Franken entgegen und entfernte sich.

3000 Franken reichten der Betrügerin nicht

Nun wurde die Seniorin von der falschen Polizistin aufgefordert, bei einem Bankomaten auch noch Bargeld abzuheben. Die 3000 Franken reichten der Betrügerin allerdings nicht, worauf sich die 83-Jährige zu einem zweiten Bankomaten begeben musste. Dieser Versuch misslang jedoch und die Kontokarte der Geschädigten wurde eingezogen. Daraufhin brach die Telefonverbindung zu der Betrügerin ab.

Manchmal dient auch ein Einbruch als Vorwand

Einen Tag später am Freitagnachmittag hat auch eine 78-jährige Frau einen Anruf von einer Telefonbetrügerin erhalten. Die 78-Jährige hat daraufhin 400'000 Franken aus dem Banktresor geholt. Nachdem sie wieder zu Hause gewesen ist, hat sie die Betrugsmasche jedoch realisiert und einen Angehörigen sowie die Zuger Polizei verständigt. Es blieb in diesem Fall bei einem Betrugsversuch.

Auch zahlreiche andere Personen im Kanton Zug erhielten in den letzten Tagen gleichgelagerte Telefonanrufe. In einzelnen Fälle war nicht von einem Unfall die Rede, sondern von einem Einbruch, der laut Betrüger in der Nähe stattgefunden habe, weshalb ihre Wertsachen nun nicht mehr sicher seien.

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