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Zugang zum Gasnetz verweigert

EWL und EGZ müssen Millionen-Busse bezahlen

Die EWL wurde gemeinsam mit der EGZ zu einer Millionenbusse verdonnert. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Die beiden Energieversorger sind von der Wettbewerbskommission gebüsst worden. Sie hätten ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht. Für den Entscheid hat die EWL aber kein Verständnis.

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat der Energie Wasser Luzern (EWL) und der Erdgas Zentralschweiz AG (EGZ) eine Busse von über 2,6 Millionen Franken auferlegt. Sie hatten Drittanbietern die Nutzung des Gasnetzes in der Stadt Luzern verweigert, wie die Weko am Donnerstag bekannt gab.

Eine Anbieterin hatte ein Gesuch für eine Durchleitung zu ihren Kunden gestellt, die beiden Erdgas-Betreiber lehnten jedoch ab. Eine Privatperson hatte daraufhin geklagt. Nun urteilt die Weko: Das sei ein Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung. Damit fällt sie einen Grundsatzentscheid und öffnet den Zentralschweizer Gasmarkt.

EWL und EGZ halten Busse für nicht gerechtfertigt

Die Busse wäre noch höher ausgefallen. Doch die EWL und die EGZ haben von sich aus ein Konzept erarbeitet, wie sie künftig allen Anbietern die Erdgas-Lieferung an deren Kunden ermöglichen wollen. Deshalb fiel die Busse reduziert aus. Zwar akzeptieren die beiden Unternehmen die Busse, halten sie aber nicht für gerechtfertigt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Mit der Busse hatte die ewl gerechnet. Deshalb hat sie bereits begonnen, finanzielle Reserven zu bilden (zentralplus berichtete). Diese belaufen sich auf 3,2 Milllionen Franken.

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