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Erstes Defizit seit elf Jahren

Die Jahresrechnung 2013 des Kantons Zug schliesst mit einem Defizit von 20,5 Millionen Franken ab. Dieses Ergebnis ist um 4,3 Millionen Franken besser als budgetiert. Sowohl der Aufwand als auch die Erträge lagen unter dem Budget.

Der Kanton Zug verzeichnet zum ersten Mal seit elf Jahren ein Defizit. Das letzten Mal war dies im Jahr 2003 mit einem Aufwandüberschuss von 15,5 Millio- nen Franken der Fall. Beim diesjährigen Defizit ist zu beachten, dass die Steuerausgleichsreserve von 47,5 Millionen Franken aufgelöst worden ist. Durch die Reservenentnahme kompensierte der Kantonteilweise den Rückgang bei den Kantonssteuererträgen der natürlichen Personen. Bei den juristischen Personen wurden die budgetierten Steuererträge leicht überschritten.

Die Investitionstätigkeit ist um 29,2 Prozent unter dem Budget geblieben. Die Nettoinvestitionen betrugen im letzten Jahr 77,0 Millionen Franken. Damit bewegen sie sich auf der Höhe des Vorjahres (80,6 Millionen Franken). Als Folge des Defizits und unter Berücksichtigung der Reservenentnahme ist der Selbstfinanzierungsgrad auf 13,9 Prozent gesunken. Dies bedeutet, dass die Investitionen nicht mit den im Berichtsjahr erwirtschafteten Mitteln finanziert werden konnten.

Auf der Aufwandseite wurden die budgetierten Beträge um insgesamt 39,9 Millionen Franken unterschritten. Dazu haben sowohl der geringere Personalaufwand als auch der tiefere Sachaufwand beigetragen. Auch bei den Dienstleistungen Dritter wurde das Budget nicht ausgeschöpft. Das zeige, dass die Kantonale Verwaltung kostenbewusst arbeite und mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haushälterisch umgehe, so die Mitteilung der Finanzdirektion.

Ausgleichszahlungen an andere Kantone verharren auf hohem Niveau

Der Anteil des Kantons Zug am Nationalen Finanzausgleich kann nicht beeinflusst werden und ist wie budgetiert auf 276,5 Millionen Franken angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 14,4 Millionen Franken. Die Gemeinden haben sich mit 39,3 Millionen Franken beteiligt.

Nach der Auflösung der Steuerausgleichsreserve verbleiben noch 380,0 Millionen Franken in der NFA-Ressourcenausgleichsreserve. Die Spezialfinanzierung Strassenbau konnte mit
 4,1 Millionen Franken aufgestockt werden und beträgt jetzt 201,5 Millionen Franken. Das gesamte Eigenkapital des Kantons Zug beläuft sich auf 1,13 Milliarden Franken.

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