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Hier ist das Wasser wieder sauber

Endlich! Die EWL gibt grösstenteils Entwarnung

Erleichterung in Luzern. Patrik Rust, Vorsitzender der EWL-Geschäftsleitung, kann teilweise Entwarnung geben. (Bild: PLU)

Der Krimi des verschmutzten Trinkwassers hat langsam ein Ende. Die EWL kann nun für 95 Prozent der betroffenen Häuser wieder Entwarnung geben. zentralplus sagt dir, wer weiterhin Wasser abkochen muss.

Mit dieser Meldung werden wohl Tausende Menschen in Luzern aufatmen. Endlich kann die EWL eine Entwarnung für ihr Wasser herausgeben. Nachdem das Trinkwasser im Quartier Langensand Matthof verschmutzt worden ist, mussten rund 3’000 Personen ihr Wasser seit dem 31. Juli abkochen (zentralplus berichtete).

Hier ist das Luzerner Trinkwasser wieder sauber

Gemäss der Mitteilung der EWL gilt für rund 95 Prozent der Haushalte des betroffenen Gebietes Langensand-Matthof Entwarnung. Nur noch wenige Häuser sind betroffen. Dabei handelt es sich um folgende Adressen:

  • Haselweg 14
  • Imfangring 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 13, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30
  • Imfangstrasse 6, 8, 26a, 28, 30, 34
In diesen Häusern am Imfangring gilt die Warnung noch immer.
In diesen Häusern am Imfangring gilt die Warnung noch immer. (Bild: zvg)

Diese rund 5 Prozent erhalten am Donnerstag, 11. August, ab 17 Uhr mit einem provisorischen Anschluss ebenfalls wieder sauberes Trinkwasser. «Wir haben die entsprechenden Leitungsabschnitte getrennt und konnten den Ursprung geografisch eng eingrenzen», meint Geschäftsleiter Patrik Rust dazu. Die genaue Klärung der Ursache für die Verunreinigung benötige jedoch noch mehr Zeit.

Ein Krimi in mehreren Akten

In der Geschichte wurden verschiedene Kapitel geschrieben. So gab es zu Beginn schon harte Kritik an die EWL wegen der Kommunikation. Das Unternehmen habe zu spät und schlecht informiert. Auch in unseren Kommentarspalten hagelte es Kritik. Patrik Rust, Vorsitzender der Geschäftsleitung, erklärte gegenüber zentralplus, wie der Fall abgelaufen ist. «Als wir am Samstag wussten, dass es tatsächlich kontaminiertes Wasser gibt, haben wir unverzüglich Flyer bei den betroffenen Gebäuden aufgehängt.» (zentralplus berichtete)

Da in der letzten Woche noch nicht klar war, wie lange die Sache noch dauert, hat die EWL an fünf Standorten im Quartier Trinkwasser-Zapfstellen installiert. Diese liefern seit dem 5. August gratis frisches, sauberes Wasser.

So sehen die Zapfstellen aus. (Bild: PLU) (Bild: PLU)

Am Sonntag sorgte dann auch noch ein Flyer für Gesprächsstoff. Plötzlich war an zwei Strassen im Quartier ein Zettel an den Türen – eine Firma informierte über Wasserfilter. Die Emotionen gingen bei einigen Menschen daraufhin hoch. Eine Bewohnerin schrieb auf Social Media: «Da versuchen doch tatsächlich Private, mit der Angst der Leute Geschäfte zu machen!» Anscheinend haben auch Leute den Zettel falsch interpretiert und ihn für eine Entwarnung gehalten (hier kannst du diese Geschichte nachlesen).

Dieser Flyer sorgt seit Sonntag im Quartier Langensand Matthof für Verwirrung und Ärger.
Dieser Flyer sorgt seit Sonntag im Quartier Langensand-Matthof für Verwirrung und Ärger. (Bild: PLU)

Bleibt zu hoffen, dass nun die Geschichte in dieser Woche zu einem definitiven Ende kommt. Noch gilt nicht für alle Menschen im Quartier die Entwarnung.

Da die bakterielle Verunreinigung teilweise noch besteht, hat die EWL fünf Zapfhähnen mit frischem Trinkwasser im Quartier aufgestellt. Sie befinden sich an den folgenden Standorten:

Bodenhofstrasse 12 (Karte)
Studhaldenhöhe 8 (Karte)
Vorderrainstrasse 15 (Karte)
Hirtenhofstrasse 48 (Karte)
Langensandstrasse 92 (Karte)

Weiter gilt im betroffenen Gebiet, dass die Anwohnerinnen das Trinkwasser für folgende Tätigkeiten abkochen müssen:

  • Trinken, Getränkezubereitung (zum Beispiel Eiswürfel)
  • Nahrungszubereitung
  • Zähneputzen
  • Medizinische Zwecke (Wundreinigung, Nasenspülen usw.)
  • Geschirrabwasch von Hand
  • Kaffee- oder Teezubereitung mit Haushaltsgeräten
  • Waschen von Obst, Gemüse, Salat oder weiteren Lebensmitteln
  • Trinkwasser für empfindliche Haustiere

Beim Geschirrspüler (höchste Temperaturstufe), für die allgemeine Reinigung, zur Toilettenspülung, fürs Duschen oder fürs Wäschewaschen sei das Abkochen nicht nötig. Zum Trinken oder als Säuglingsnahrung sollten die Anwohnerinnen auf Mineralwasser ausweichen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung und Telefonat mit der EWL
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