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Gerüchte um Schliessung

Diese Luzerner Vögele-Filialen werden zu Future Stores

In den Luzerner Filialen wird es sicherlich einige Veränderungen geben. (Bild: ida)

Nach dem Verkauf von «Vögele Shoes» und Räumungsverkäufen in mehreren Luzerner Filialen, gab es Sorgen um Filialschliessungen. Jetzt gibt es Entwarnung, zumindest teilweise. Einige Luzerner Filialen werden zu sogenannten Future Stores.

In den Zentralschweizer «Vögele Shoes»-Filialen sorgen Räumungsverkäufe seit längerem für Verwirrung (zentralplus berichtete). Da die Karl Vögele AG letztes Jahr an eine Gesellschaft in Hannover verkauft wurde, gab es Befürchtungen, dass in der Zentralschweiz Filialen geschlossen würden. Denn bereits vor dem Verkauf war klar, dass die 160 Schweizer Filialen auf 90 reduziert werden sollen.

Im Kanton Luzern hat das Unternehmen Läden in Ebikon, Emmenbrücke, Hochdorf, Sursee und Wolhusen. Nun steht zumindest eines fest: Die Filialen in Hochdorf, Wolhusen und Ebikon bleiben erhalten. Zur Zukunft der Filialen in Sursee und Emmenbrücke hat das Unternehmen bisher nichts Genaueres gesagt.

Der Verwaltungsratspräsident der Karl Vögele AG, Christian Müller, sagt auf Anfrage. «Wir überprüfen im Zuge des aktuell laufenden Nachlassverfahrens unser Filialnetz.» Und das habe auch zu den Räumungsverkäufen geführt, erklärt er. «Nebst der Filiale Hochdorf wird es auch in den Luzerner Filialen Wolhusen und Ebikon sogenannte Räumungsverkäufe zur Optimierung der Bestände geben.»

Hochdorf, Wolhusen und Ebikon werden zu Future Stores

Denn die Filialen an den Standpunkten in Hochdorf, Wolhusen und Ebikon werden zu sogenannten Future Stores. Dort soll es in Zukunft mehr persönliche Beratung geben und ein Sortiment mit viel Swissness, wie es von Müller heisst. «Vögele Shoes hat in den letzten Jahren viel in den Umbau vieler Filialen investiert und setzt auf eine konsequente Omnichannel-Strategie.»

Das heisst: Das Unternehmen setzt sowohl auf die Filialen vor Ort, als auch auf den Online-Handel, den es weiterhin intensiv fördert. Idealerweise sollen die Angebote zusammenspielen, sodass Kundinnen etwa online Artikel reservieren und dann in der Filiale abholen können.

Kleinere Geschäfte liegen im Trend

Welche Filialen letztlich geschlossen werden, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. «Vögele Shoes» will in gut besuchten Shoppingcenter und an Orten mit viel Laufkundschaft präsent sein, heisst es offiziell. Das heisst aber nicht unbedingt, dass es grössere Geschäfte braucht. «Tendenziell sind heute kleinere Stores im Trend», hält Christian Müller fest.

Allzu viel ändern wolle man bei dem Schuhhändler auch nicht. Denn die Marke sei gut etabliert und besonders bei Familien und Leuten über 40 Jahren beliebt. Da das Nachlassverfahren allerdings noch einiges an Zeit in Anspruch nimmt, ist der Entscheid über die Zukunft der drei Luzerner Filialen kaum vor Ende Jahr zu erwarten.

Verwendete Quellen
  • Mailaustausch mit Christian Müller, Verwaltungspräsident der Karl Vögele AG
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