Auch in Luzern eingebrochen

Diebe geben sich als Fenstermonteure aus – Gefängnis

Die beiden Diebe, die auch im Kanton Luzern unterwegs waren, sind nun hinter Gitter. (Bild: Adobe Stock)

Zwei Polen sind in mehreren Kantonen in Wohnungen eingebrochen. Dabei gaben sie sich auch mal als Fenstermonteure aus. Nun hat sie ein Gericht schuldig gesprochen.

Vor wenigen Tagen standen zwei Männer aus Polen wegen Einbrüchen vor dem St. Galler Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland. Es handelte sich dabei laut der Staatsanwaltschaft um Berufsverbrecher und Kriminaltouristen, wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt. «Sie haben entwendet, was sie kriegen konnten, und dabei einen grossen verbrecherischen Willen an den Tag gelegt.»

Einer der beiden, so die Staatsanwaltschaft, hatte sieben Einbruchdiebstähle quasi in der halben Schweiz zu verantworten: In den Kantonen Aargau, Bern, Solothurn, Neuenburg, St. Gallen und auch Luzern. Sein Komplize sei für einen Einbruch extra aus Polen eingeflogen, man habe sich gekannt.

Die beiden Diebe haben gemäss der Staatsanwaltschaft Beute im Wert von über 100'000 Franken mitgehen lassen. Der Sachschaden betrug 40'000 Franken.

Frau alarmiert Polizei wegen auffälligem Verhalten

Geschnappt wurden die beiden, nachdem eine aufmerksame Frau sie in ihrer Nachbarschaft entdeckt hatte, wie das «Tagblatt» weiter schreibt. Sie habe die beiden zur Rede gestellt, woraufhin sich diese als Monteure ausgegeben hätten. Der Frau sei das suspekt gewesen, sie habe die Polizei alarmiert, welche die vermeintlichen Fenstermonteure kurz darauf schnappen konnte und sie in eine dreimonatige Untersuchungshaft steckte.

Die Verteidiger führten mildernde Umstände ins Feld, es seien nie Personen in Gefahr gewesen, zudem lägen beim Komplizen keine stichfeste Beweise vor. Das Kreisgericht folgte schliesslich der Staatsanwaltschaft, welche für den Haupttäter eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren und einen Landesverweis von zehn Jahren forderte. Für den Mittäter gab es acht Monate Haft und einen fünfjährigen Landesverweis. Einzig auf den Eintrag ins Schengenregister verzichtete das Gericht.

Verwendete Quellen
  • Artikel der «St. Galler Tagblatts»
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