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Luzern: Vierter Einbruch in gleichen Quartierladen

«Die Einbrecher gehen immer auf die Kleinen»

Ladenbesitzer René Waldmann vor seinem Quartiergeschäft an der Moosmattstrasse.

(Bild: giw)

Drei Personen brachen in der Nacht auf Montag in René’s Quartierladen an der Moosmattstrasse ein. Dank Hinweisen aus der Nachbarschaft konnte die Polizei die Täter noch im Laden verhaften. Obwohl der Schaden klein ist, hadert Geschäftsinhaber René Waldmann mit dem Schicksal.

Die massive Tür zum Hintereingang des Ladens wurde mit roher Gewalt aufgebrochen, der Tresor aus der Verankerung gerissen und ein Fensterrahmen beschädigt. Die drei Einbrecher rumänischer Abstammung haben in der Nacht auf Montag ganze Arbeit geleistet, als sie in René’s Quartierladen an der Moosmattstrasse eingebrochen sind.

Obwohl die Einbrecher dank einem Hinweis aus der Nachbarschaft dingfest gemacht werden konnten, rechnet Ladenbesitzer René Waldmann mit einem Schaden zwischen 6000 und 8000 Franken. Hätten sie ihre Tat vollendet, wäre es noch teurer geworden: «Im Tresor war nur der Kassenstock über 5000 Franken», so Waldmann. Er ist dankbar für die Aufmerksamkeit der Anwohner: «Ich bin sehr froh, hat jemand die Polizei informiert.» Auch mit der Polizeiarbeit ist er zufrieden: «Es ist gut, dass sie die Einbrecher dieses Mal verhaften konnten.»

Der Tresor wurde aus der Verankerung gerissen, René Waldmann geht von einem Schaden gegen 4000 Franken aus.

Der Tresor wurde aus der Verankerung gerissen, René Waldmann geht von einem Schaden gegen 4000 Franken aus.

(Bild: giw)

Täter kamen durch den Hintereingang

Den verursachten Sachschaden muss Waldmann immerhin nicht selbst tragen: «Zum Glück sind wir versichert gegen Einbrüche», sagt seine Frau Carmela Waldmann gegenüber zentralplus. Sie macht sich jedoch Sorgen. Denn es ist nicht der erste Einbruch an der Moosmattstrasse. «Bereits zum vierten Mal sind sie hier eingebrochen und in unserem Laden an der Alpenstrasse in Kriens auch schon drei Mal», sagt René Waldmann. Ehefrau Carmela Waldmann befürchtet, dass die Versicherung nach so vielen Vorfällen nicht mehr bezahlt.

Ladenbesitzer Waldmann hadert mit dem Schicksal: «Die Einbrecher gehen immer auf die Kleinen.» Weshalb das so ist, kann er nur vermuten: «Vielleicht liegt es daran, dass die kleinen Läden sich teure Sicherheitssysteme weniger leisten können. Und dies nützen die Täter aus.»

Mit roher Gewalt haben die Einbrecher die Hintertüre des Ladens eingestossen, dabei hat sich die Verstrebung vom Türrahmen gelöst.

Mit roher Gewalt haben die Einbrecher die Hintertüre des Ladens eingestossen, dabei hat sich die Verstrebung vom Türrahmen gelöst.

(Bild: giw)

Untätig waren Waldmanns aber nicht: Nach dem letzten Einbruch haben sie den Haupteingang zur Moosmattstrasse hin gesichert und befestigt. Deshalb haben es die Einbrecher mit Erfolg an der Seitentüre zur Eschenstrasse hin versucht. «Die Tür beim Hintereingang ist derart massiv, dass wir nicht davon ausgegangen sind, dass hier jemand hereinkommen könnte», sagte Frau Waldmann.

Der Standort von René's Quartierladen an der Moosmattstrasse.

Der Standort von René’s Quartierladen an der Moosmattstrasse.

(Bild: Google Maps)

Luzerner Polizei führt keine Statistik zu Ladengrösse

Ob es einen Zusammenhang zwischen Geschäftsgrösse und Einbruchshäufigkeit gibt, kann Simon Kopp, Kommunikationsverantwortlicher der Luzerner Polizei, nicht sagen. Bei der Erhebung der Einbrüche werde nicht nach Geschäftsgrösse unterschieden. Die Befragung der Täter steht noch an, wie Kopp auf Anfrage mitteilt. Deshalb ist auch nicht klar, ob es Profis waren, die den Einbruch begingen.

Bei den Tätern handelt es sich um Rumänen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Luzern.

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