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Genossenschaft nimmt Stellung

Deshalb werden die Wohnungen im Eichwald teurer

Rund um das Salzmagazin an der Luzerner Eichwaldstrasse sind zwei Neubauten geplant. (Visualisierung: zvg) (Bild: )

Die Eisenbahner Baugenossenschaft (EBG) baut in der Stadt Luzern neue Wohnungen. Die Mieten werden viel höher sein als angekündigt. Nun erklären die Verantwortlichen, warum das so ist.

«Der Aufsichtsrat der Wohngenossenschaft Geissenstein – EBG hat höchstes Interesse, preisgünstigen Wohnraum zu bauen und die Stadt Luzern in ihren Zielen der Wohnraumpolitik zu unterstützen», schreibt die Eisenbahner Baugenossenschaft (EBG) in ihrer Antwort auf einen Brief von mehreren Dutzend Genossenschafter an den Aufsichtsrat. Dies hatten kritisiert, dass die geplanten Neubau-Wohnungen teurer werden als ursprünglich angekündigt (zentralplus berichtete).

Der durchschnittliche Mietzins der Stadt Luzern, auf den sich die Genossenschaftler bezogen und der im Eichwald trotz Gemeinnützigkeit höher sei, umfasse ein sehr differenziertes Portfolio, schreibt nun der Aufsichtsrat. Er beziehe sich nicht nur auf Neubauten, sondern beinhalte auch Bestandesbauten mit unterschiedlichsten Wohnungstypen, Jahrgängen und Standards.

Denkmalschutz schläg zu Buche

«Unter diesen Aspekten ist der durchschnittliche Mietzins im Eichwald realistisch und fair. Vergleicht man die Quadratmeterpreise mit anderen neuen Genossenschaftsüberbauungen, so sind unsere Mietzinse grösstenteils niedriger, obwohl dort zum Teil weder ein Baurechtszins noch ein unter Denkmalschutz stehendes Salzmagazin zu Buche schlagen», schreibt die EBG in ihrer Stellungnahme.

Grosse Nachfrage nach grossen Wohnungen

Zur Frage, warum weniger Wohnungen gebaut werden, als ursprünglich geplant schreibt die Genossenschaft: «Machbarkeitsstudien sind sehr frühe Projektstände und erfahren üblicherweise starke Anpassungen, bis alle Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben eingearbeitet werden.»

In der Abstimmungsbroschüre vom Baurechtsvertrag seien sechs Atelier-Wohnungen aufgelistet worden, die als Gewerbe gezählt wurden. «Dies konnte schlussendlich aufgrund der öffentlich-rechtlichen Gesetzgebungnicht wie geplant umgesetzt werden. Somit hat sich die Anzahl der Wohnungen um die in der Abstimmungsbroschüre als Wohnatelier aufgeführte Wohneinheiten reduziert», heisst es in der Stellungahme.

Zugleich sei der Wohnungsmix der aktuellen Marktanspannung respektive enormen Nachfrage bei Grosswohnungen angepasstworden. Statt zwei 5.5 Zimmer-Wohnungen werden nun sechs Stück verwirklicht. Dadurch ist schlussendlich im Wohnungsmix in der Summe eine Wohnung weggefallen.

Fördergelder noch nicht berücksichtigt

Das Projekt Eichwald könne nicht mehr abgeändert werden. «In Bezug auf die Kosten wurden die Neubauten bereits in vielen Runden optimiert und es konnten wesentliche Einsparungen konnten erzielt werden», schreibt die EBG dazu. Allerdings seien diverse Fördergelder im Zusammenhang mit dem Denkmalschutz in der Kostenschätzung nicht berücksichtigt. Diese werden eine «direkte positive Auswirkung auf die Kostenmiete haben», so die EBG.

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