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2:3 gegen den FC Lugano

Defensives Fiasko legt den FCL lahm

Der von FCL-Captain Dejan Sorgic sicher verwandelte Penalty zum 2:3 liess die Hoffnung der FCL auf einen Punktgewinn aufkeimen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Drei lange Bälle von Lugano reichten aus, um dem in der Abwehrarbeit kopflosen FCL die vierte Niederlage im achten Meisterschaftspiel beizubringen. Das der eigenen Unbedarfheit geschuldete 2:3 reisst die Mannschaft von Fabio Celestini tiefer in die Krise.

Zum Glück für die Luzerner schienen die Tessiner ein Einsehen zu haben und holten die Luzerner, die zuvor einem Zweitore-Rückstand ohne Idee und geeignetes Mittel hinterher rannten, in die Partie zurück. Auf einen Eckball riss Fabio Daprela in der Mitte Christian Gentner, worauf Schiedsrichter Alain Bieri einen Penalty diktierte.

Im Gegensatz zum 1:1 in Sion, als sich der diesmal bloss auf der Ersatzbank schmorende Lorik Emini den Ball schnappt und vom Elfmeterpunkt aus traf (zentralplus berichtete), übernahm nun FCL-Captain Dejan Sorgic die Verantwortung. Er hämmerte die Kugel unhaltbar ins Netz und liess sich seinen ersten Treffer in der Meisterschaft gut schreiben.

Dem Ausgleichstreffer kamen die Luzerner erst in den letzten Minuten des Spiels nahe: Auf einen besass Marco Burch zweimal die Chance, mit dem Kopf zu treffen. Aber beide Versuche wurden von den Tessinern abgewehrt. Und zuletzt rettete Goalie Sebastian Osigwe den Tessinern den Sieg, indem er einen Direktschuss von Varol Tasar um den Pfosten drehte.

Der Luzerner Fehlstart

Der bittere Nachgeschmack aus Luzerner Sicht: Der FC Lugano, gemäss Tabelle ein weiterer Gegner in Luzerner Schlagdistanz, brauchte nicht an seine Leistungsgrenzen zu gehen, um seinen dritten Saisonsieg einzufahren. Dafür sorgte der Cupsieger vor den nächsten beiden Auswärtsspielen gegen die Branchenleader Basel und Bern gleich selber. Er versenkte sich mit defensiver Unfähigkeit.

Nach lediglich 184 Sekunden zappelte der Ball ein erstes Mal im Netz der Luzerner. Der schläfrig in die Partie gestartete FCL rückte in der Person von Holger Badstuber bei einem weiten Ball zu spät hinten raus, weshalb das vermeintliche Offside aufgehoben wurde. Schön war, wie Zan Celar den Ball zum 0:1 auf den ex-Krienser Asumah Abubakar zurücklegte.

Die beste Luzerner Phase nach dem 1:1

Der FCL brauchte eine Viertelstunde, um den schmerzhaften Fehlstart gegen die Tessiner Defensivkünstler abzuschütteln. Dann bediente der erstmals in die Startaufstellung beorderte Nikola Cumic den links freigelaufenen Filip Ugrinic. Und der Offensivspieler traf in der 21. Minute aus spitzem Winkel und via Pfosten zum zwischenzeitlichen 1:1.

Der Treffer hatte aufputschende Wirkung. Der FCL begann, den FC Lugano in der eigenen Platzhälfte einzuschnüren, und erlebte seine beste Phase in dieser hartumkämpften Partie. In diese fiel auch die Chance von FCL-Captain Dejan Sorgic. Aber er drosch den Ball aus spitzem Winkel weit übers Tor.

Und das nächste Luzerner Defensivfiasko

Aber die hohe Zeit der Luzerner ging mit dem nächsten langen Ball der Tessiner jäh zu Ende. Diesen erlief sich Jan Zelar, liess mit einem Haken FCL-Verteidiger Marco Burch und mit seinem Schuss in die nahe Ecke Goalie Vaso Vasic alt aussehen.

Es war unglaublich, wie einfach die unter Siegdruck stehenden Luzerner dem Gegner das Toreschiessen machten. Als ob es noch eines weiteren Beispiels defensiver Unbedarftheit benötigt hätte, der FCL lieferte es kurz vor der Pause: Eine Flanke von Mickaël Facchinetti aus dem Halbfeld erreichte den im Luzerner Strafraum völlig freistehenden Numa Lavanchy. Und dieser verlängert in die Mitte, wo Mattia Bottani am schnellsten schaltet und den Ball am entfernteren Pfosten zum 3:1 über die Linie drückt.

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