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Bisher waren die Nein-Stimmen laut

Bypass Luzern hat nun (doch noch) ein Ja-Komitee

Deshalb sagt das Komitee Ja zum Bypass Luzern: Überdachung der Einfahrt in Kriens vor. (Visualisierung: Astra) (Bild: )

Bislang hat das Bye-Bye-Bypass-Komitee die Debatte über das Mega-Verkehrsprojekt in Luzern geprägt. Jetzt machen auch die Bypass-Befürworter vorwärts: Ein Ja-Komitee mit neuer Webseite will bis am Schmudo 300 Mitglieder finden.

Schon seit Monaten sind die Gegner des Bypass Luzern aktiv. Im Mai letzten Jahres gründeten sie ein Komitee aus 15 Verbänden und Organisationen, die den Stopp des Milliardenprojekts fordert (zentralplus berichtete). Es untergrabe die Klimaziele und sorge für massiv mehr Autoverkehr in der Region Luzern, argumentieren sie.

Jetzt haben sich auch die Befürworter zusammengetan. Aus den nationalen Parlamenten dabei sind die beiden Luzerner Ständerätinnen Andrea Gmür-Schönenberger (Mitte) und Damian Müller (FDP), sowie die Nationalräte Ida Glanzmann Hunkeler (Mitte), Peter Schilliger (FDP) und Franz Grüter (SVP). Unter den Befürworterinnen sind zudem zahlreiche Kantons- und Einwohnerräte, allesamt Vertreterinn von GLP, Mitte, FDP und SVP. Von den Organsationen her sind Vertreter der City Vereinigung Luzern, des KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern, Luzern, der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft Kanton Luzern und die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) im Komitee.

Die Argumente für den Bypass sind unter anderem die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Stärkung des öffentlichen Verkehrs, der städtebauliche Mehrwert für Kriens durch die Überdachung und die Entlastung der Stadt Luzern vom Verkehr. «Die Autobahn A2 und die Autobahn A14 stossen im Raum Luzern bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Der Verkehr wird in den nächsten Jahren so stark zunehmen, dass er mit der heutigen Infrastruktur nicht mehr bewältigt werden kann», heisst es im Argumentarium. Die Schlüsselprojekte Durchgangsbahnhof und Bypass müssten deshalb umgesetzt werden.

Das erklärte Ziel des Komitees: Bis am Schmutzigen Donnerstag 300 Mitglieder gewinnen. Bereits sind gemäss Website – die übrigens auffällig grün gestaltet ist - 198 Personen dabei.

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