Fahren Präsidenten durch Luzern?

Bürgenstock-Gipfel: Polizei warnt vor Blitzsperrungen

Am Wochenende kann es in Luzern so spontanen Strassensperren kommen. (Bild: Luzerner Polizei)

Wegen der Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock kann es auch in Luzern «plötzliche Sperrungen von Strassen» geben. Dann ist Ruhe gefragt.

Wie die 90 Konferenzteilnehmer am Wochenende nach Nidwalden an die Friedenskonferenz reisen, ist streng geheim. Ob mit dem Helikopter, via Privatflug, per Bahn oder mit der Limousine: Alles ist möglich. Nun verdichten sich Hinweise, dass zumindest manche Delegationen durch den Kanton Luzern per Auto an den Bürgenstock-Gipfel reisen werden.

Wie die Nidwaldner Polizei am Dienstag schreibt, könne es zwischen Freitag und Montag auch in Luzern zu Verkehrseinschränkungen und Behinderungen kommen – sowohl in der Stadt und Agglomeration als auch auf den Hauptverkehrsachsen im gesamten Kanton.

Insbesondere vor «plötzlichen Sperrungen von Strassen» warnt die Nidwaldner Polizei. Dies könne Rückstaus verursachen. Bei anderen internationalen Konferenzen sperrt die Polizei spontan Strassen, wenn Fahrzeugverbände von staatlichen Delegationen vorbeifahren. Ob dies auch am Wochenende in Luzern der Fall sein wird? Möglich.

Wegen Bürgenstock-Gipfel: Polizei kann auch zivil auftreten

Der Kanton Luzern empfiehlt den Bewohnern daher, genügend Reisezeit einzuplanen und – wenn möglich – den ÖV oder andere Routen zu nutzen. Gerät eine Person trotzdem am Wochenende in einer Polizeisperre, solle sie den Anweisungen der Sicherheitsbehörden folgen. Zudem empfiehlt es sich, den Ausweis dabei zu haben (zentralplus berichtete).

Am Einsatz beteiligt sind Polizeikorps aus verschiedenen Kantonen und allen Sprachregionen der Schweiz wie auch des Bundes. Die Polizeikräfte könnten sowohl in Uniform als auch in zivil auftreten, ergänzt die Nidwaldner Polizei. Für den Transport der Korps sind die Verkehrsbetriebe Luzern zuständig, wie ein Sprecher kürzlich bestätigte.

Neben dem Polizeieinsatz wird auch die Schweizer Armee mit 4000 Angehörigen an der Sicherheit für den Bürgenstock-Gipfel beteiligt sein. Rund um den Berg in Nidwalden, auf dem die internationale Konferenz stattfinden wird, gilt ab Donnerstag zudem eine Sperrzone. Anwohner müssen an Check-Points ihre Ausweise zeigen.

Die Stadt Luzern rät ihren Bewohnern davon ab, in der Zeit vom 13. bis 17. Juni in die Nähe des Bürgenstocks zu gehen (zentralplus berichtete).

Hinweis: In einer ersten Version des Artikels wurde die Luzerner Polizei zitiert. Tatsächlich stammt die Meldung von der Nidwaldner Polizei.

Verwendete Quellen
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