Beamte machen sehr viele Überstunden

Ein interner Kontrollbericht zeigt nun auf, dass die Luzerner Beamten nicht nur viel privat surfen – sie machen auch sehr viele Überstunden. Der Bericht der Finanzkontrolle zeigt hohe Zahlen, quer durch die Verwaltung, berichtet der «SonntagsBlick».

Die Zentralbibliothek habe gesamthaft über 2000 Überstunden und die Dienststelle Informatik habe mit 58 Mitarbeitern ein Gleitzeitsaldo von mehr als 100 Stunden. In der Kantonsschule Seetal hat es Mitarbeiter mit einem Saldo von 94 bis 352 Überstunden. Die Dienststelle für Umwelt und Energie hat Mitarbeiter mit mehr als 200 Überstunden und im Naturmuseum sind es mehr als 100 Überstunden.

Im Sekretariat des Justizdepartements hat ein Angestellter 283 Überstunden angesammelt, umgerechnet 33 Tage. Den Rekord hält jedoch die Polizei. Ein Beamter hat 496,6 Überstunden auf dem Konto. Dabei dürfte es gemäss Gesetzt gar keine Überstunden geben. Diese gilt es zu kompensieren mit einem obersten Maximum von 75 Überstunden.

Die Finanzkontrolle spricht in ihrem Bericht von «internen Regelungen». Diese stimmen laut «SonntagsBlick» jedoch nicht mit dem Personalrecht überein. Zu einem möglichen Zusammenhang zwischen den vielen Privatsurfern und den Überstunden, sagt der Präsident der Finanzkommission Erwin Arnold zum «SonntagsBlick»: «Das ist völlig offen. Es gilt im Einzelfall zu klären. Aus Sicht der Planungs- und Finanzkommission wollen wir aber Klarheit bekommen».

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