Leserbrief von Georg Meyer

Baarer Gemeinderäte sollen weniger verdienen

Überall im Kanton Zug ist sparen angesagt, so auch in der Gemeinde Baar. Eine Motion, eingereicht von Politikern von links bis rechts, verlangt nun, dass Zusatzeinkünfte des Baarer Gemeinderats in die Gemeindekasse fliessen. Georg Meyer nimmt diesen Punkt auf und erklärt in seinem Leserbrief, weshalb dieser Schritt zumutbar wäre.

Leserbrief

Wir hören es immer wieder: Sparen ist angesagt, auch in der Gemeinde Baar. Die Mitarbeitenden unserer Gemeinde spüren dies, zum Beispiel wurden ihnen dieses Jahr die Reka-Checks gestrichen. Es ist wichtig, dass auch der Gemeinderat mit gutem Beispiel voran geht. Aus diesem Grund haben Vertreter der SVP Baar – zusammen mit der SP und ALG – die Motion zur Besoldung eingereicht, die an der Gemeindeversammlung am 23. Juni 2016 behandelt wird.

Diese Motion hat zum Ziel, dass Zusatzeinkünfte aus Ämtern, die ein Gemeinderat nur dank seiner Position als Gemeinderat innehat, in Zukunft teilweise in die Gemeindekasse fliessen. Zu diesen Ämtern gehören unter underem die Mandate Verwaltungsrat WWZ AG (entschädigt mit 16’000 Franken pro Jahr) und Stiftungsratspräsident Pflegezentrum Baar (14’000 Franken).

Baar entschädigt Gemeinderäte höher als 95 Prozent der Schweizer Gemeinden. Die Ablieferung eines Teils der erwähnten Zusatzeinkünfte an die Gemeindekasse ist dem Gemeinderat also durchaus zumutbar. Bei den Regierungen von Stadt und Kanton Zug und anderer Schweizer Gemeinden ist dies bereits heute gängige Praxis. Erklären daher auch Sie am 23. Juni diese Motion für erheblich und beauftragen Sie unsere Gemeinderäte, Klarheit bei der Besoldung zu schaffen und mit einem entsprechenden überarbeiteten Entschädigungsreglement vorbildlich aufzuzeigen, dass die gegenwärtige finanzielle Situation nicht nur die Mitarbeitenden betrifft.

Georg Meyer, Baar

Baarer Gemeinderäte sollen weniger verdienen
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