Amtsblatt im Kanton Zug

Aus dem SVP-Lager kommen neue Fragen zum Amtsblatt

Seit diesem Jahr erscheint das Marktblatt im Kanton Zug eigenständig, Mitteilungen aus dem Amtsblatt findet die Öffentlichkeit online. (Bild: kok)

Nach wie vor scheinen einige Zuger unzufrieden damit, dass sie amtliche Mitteilungen nur noch online und nicht mehr per Post erhalten. Aus dem Lager der SVP-Kantonsratsfraktion kommen nun die nächsten Fragen auf.

«Noch immer beschäftigt das neue Format des Amtsblatts die Zuger Bevölkerung», schreibt Esther Monney, SVP-Kantonsrätin aus Unterägeri, in ihrer Kleinen Anfrage, die sie vor wenigen Tagen bei der Zuger Regierung deponiert hat. Bekanntlich erscheint das Amtsblatt in Zug seit diesem Jahr für Private nicht mehr physisch, sondern lediglich online. Sie sei von vielen Zugerinnen angesprochen worden, die sich mit dem neuen Format nicht anfreunden könnten, schreibt Monney.

Amtblatt liegt bei einigen Ämtern weiterhin physisch auf

In der Kleinen Anfrage will sie von der Regierung unter anderem wissen, wie viel der Kanton Zug für die gedruckten Amtsblatt-Ausgaben zahlt, mit denen die Verwaltung nach wie vor versorgt wird. Zudem fragt Monney, wie viele Ausgaben das überhaupt sind. Und sie fragt sich, ob es kein Widerspruch sei, dass für den Kanton neu Kosten anfallen, «welche man sich sparen könnte, indem das Amtsblatt wieder mit Marktblatt erscheinen würde? Natürlich unter Berücksichtigung, dass ein Anbieter dafür gefunden würde.»

Das Amtsblatt, insbesondere die Umstellung auf eine Onlinevariante für Private, ist im Kanton Zug schon länger Politikum. Auch die Regierung beschäftigt sich mit dem Thema: Im Januar etwa wurde bekannt, dass sie das Format des Amtsblatts, das bei den Verwaltungen aufliegt, anpasst (zentralplus berichtete).

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