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Umfrage der IG Weltoffenes Luzern

Asiatische Touristen in Luzern besonders unbeliebt

Massentourismus mit Cars am Schwanenplatz: Uhrengeschäfte bestimmen, wo’s langgeht.

(Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Die IG Weltoffenes Luzern, eine Allianz von Wirtschaftsverbänden, Firmen und Privatpersonen, startete im Sommer die Aktion «Feedbike». Einheimische sollten in einer Box auf einem am Schwanenplatz deponierten Velo ihre Feedbacks zum Tourismus abgeben.

Die IG fragte gleichzeitig auch Online nach der Stimmung in der Bevölkerung. Laut der «Luzerner Zeitung» wurde die Umfrage jetzt ausgewertet: Es herrsche eine angespannte Stimmung. «Zu viele Touristen» – lautet der Tenor. Auffällig sei, dass viele eine einzelne Touristengruppe dafür verantwortlich machen: Die Luzernerinnen und Luzerner stören sich vor allem an den Asiaten. Sie hielten sich nicht an unsere Regeln, spuckten auf den Boden und man würde sich wegen ihnen «nicht mehr zu Hause fühlen».

Die positiven Rückmeldungen, etwa dass der Tourismus die Stadt Luzern bunter und weltoffener mache, sind seltener.

Einfache Massnahmen vorgeschlagen

André Bachmann, Co-Präsident der IG Weltoffenes Luzern, betont gegenüber der «Luzerner Zeitung» zwar, dass die Umfrage nicht repräsentativ sei. Doch er vermutet, dass eine solche ähnliche Resultate zu Tage fördern würde. Er versteht die Resultate als Input für den Strategieprozess, den die Stadt zum Thema Tourismus gestartet hat. «Es ist nicht nötig, Jahre zu warten, bis sich erste Schlussfolgerungen daraus ableiten lassen», findet Bachmann. Einfache Massnahmen könne man auch jetzt schon ergreifen – zum Beispiel Verbesserungen am Anhalteregime für Cars am Schwanen-/Löwenplatz.

Er schlägt aber auch vor, das Verständnis für die Kulturen zu fördern. So könnte man etwa in den wichtigsten Sprachen oder mit Piktogrammen auf besonders störende Verhaltensweisen hinweisen. Zum Beispiel, Produkte am Wochenmarkt nicht einfach anzufassen.

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