Renovation an Ostern

Asbest-Alarm im Luzerner Schulhaus Wartegg

Die Schulanlage Wartegg/Tribschen. (Bild: Screenshot)

Experten haben giftige Asbestfasern in den Baumaterialien gefunden. Bei normaler Nutzung seien sie aber keine Gefahr für die Menschen in der Schulanlage Wartegg/Tribschen. Dennoch wird ein Raum während der Osterferien sachgemäss renoviert.

Bei Vorbereitungsarbeiten – das Schulhaus Wartegg/Tribschen soll in einigen Jahren erweitert werden – haben die Verantwortlichen der Stadt Luzern eine unangenehme Entdeckung gemacht: Bei den Untersuchungen wurde Baumaterial gefunden, das mit dem Giftstoff Asbest versehen ist. Die Asbestfasern seien fest gebunden in das Material eingebaut. Bei normaler Nutzung und ohne mechanische Bearbeitung könnten sich keine Fasern in die Raumluft freisetzen, teilt die Stadt Luzern mit. Es bestehe deshalb keine Gefährdung für die Nutzenden der Gebäude.

Die Gebäude wurden in den 60er- und 70er-Jahren erstellt. Zu dieser Zeit seien Asbestfasern vielerorts eingesetzt worden. In der Schulanlage Wartegg/Tribschen wurden sie in Klebstoffen von Bodenbelägen und in Klebstoffen unterhalb von Wandfliesen festgestellt. In einem Raum wurde Asbest in den Rohrisolationen, in einem anderen in Akustikdeckenplatten und in einem dritten Raum in Teilbereichen des Verputzes der Wände nachgewiesen.

Während der Osterferien

Gemäss den gesetzlichen Vorschriften muss die fachgerechte Entfernung erst während der Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage durchgeführt werden. Eine Ausnahme ist ein Raum des Schulhauses Wartegg, der für die Betreuung genutzt wird. Obwohl auch hier keine Gefährdung bestehe, hat die Stadt aufgrund der Empfehlungen der Fachpersonen entschieden, die Akustikdeckenplatten, in denen Asbest nachgewiesen wurde, während der Osterferien 2024 vorsorglich zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen. Die Arbeiten dazu finden vom 2. bis 12. April 2024 statt.

Nicht zum ersten Mal gerät das Schulhaus Wartegg/Tribschen wegen Giftstoffen in die Schlagzeilen: Schon vor drei Jahren sind in einzelnen Räumen der Schulanlage erhöhte Naphthalin-Werte gemessen worden (zentralplus berichtete).

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung der Stadt Luzern
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