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Standortentscheid Salle Modulable

Architektenverbund fordert Wettbewerb

Soll das Neue Theater Luzern mit der Salle Modulable aufs Inseli? Seit Monaten wird diese Frage in Luzern heiss diskutiert. Es wird gezankt, geschimpft, gelobt und gepoltert. Nun meldet sich auch der Bund Schweizer Architekten (BSA Zentralschweiz) zu Wort – und vertritt eine klare Haltung zum Thema.

An der Medienkonferenz vom 5. April 2016 haben Kanton Luzern, Stadt Luzern und die Stiftung Salle Modulable das Resultat der Standortevaluation und der Machbarkeit ausführlich dargelegt und sehen als bestmöglichen Standort für das Neue Theater Luzern mit der Salle Modulable das Inseli am linken Ufer im direkten Umfeld des KKL, der Universität und in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof (zentralplus berichtete laufend und ausführlich zur Thematik. Hier gehts zum Dossier: Salle Modulable – Fluch oder Segen?).

Nun meldet sich der Bund Schweizer Architekten (BSA) zu Wort. Der BSA Zentralschweiz habe sich mit dem Standortentscheid intensiv auseinandergesetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Die Komplexität dieses öffentlichen Grossbauvorhabens sei beachtlich und die städtebauliche Dimension für Luzern markant. Die kulturelle Bedeutung eines neuen Hauses, in dem die Kultursparten im Dialog zusammen arbeiten und dessen Potential für Stadt und Kanton sei nachvollziehbar und begrüssenswert.

Forderung nach städtebaulichem Wettbewerb

Soll das Neue Theater Luzern mit der Salle Modulable auf dem heutigen Freiraum zwischen Inseliquai und See zu liegen kommen, so könne dies nur aufgrund städtebaulicher Überlegungen geschehen, welche in einem grösseren Kontext gesehen werden müssten, so der BSA weiter. Ein signifikantes Volumen an der linken Uferkante sei stadträumlich von prägender Bedeutung und könne nicht isoliert und ohne den Einbezug einer öffentlichen fachlichen Diskussion betrachtet werden.

«Deshalb fordern wir unmissverständlich als Bestandteil eines zweistufigen Wettbewerbes in einer ersten Phase einen städtebaulichen Wettbewerb, bei dem die Defizite und Qualitäten des Stadtkörpers, der Freiräume und der Infrastrukturen entlang der linken Uferlinie zwischen Warteggrippe und Jesuitenkirche aufgezeigt werden. In der Folge können ein Standort für das Neue Theater Luzern mit der Salle Modulable und weitere stadtplanerische Entwicklungen definiert werden. Diese Forderung ist aufgrund der städtebaulichen Tragweite des Projektvorhabens legitim und ist einer qualitätsvollen Stadtentwicklung geschuldet, ungesehen von terminlichen Projektvorgaben», so das abschliessende Votum der BSA Zentralschweiz.

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