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Gruppe Resolut kritisiert Leerstand

Aktivisten protestieren erneut gegen leere Bodumvillen

Seit Sonntagmorgen hängt ein Protestplakat am Zaun der Obergrundstrasse, wo die «Bodumvillen» stehen. (Bild: zvg)

Eine linke Gruppierung hat am Zaun der Obergrundstrasse ein neues Protest-Plakat aufgehängt. Die Aktivisten kritisieren den anhaltenden Leerstand der Gebäude. Zumindest in einem davon will der neue Eigentümer jedoch bald vorwärts machen.

«Hier wären 5 ½ Jahre Zwischennutzung möglich gewesen»: Ein Plakat macht seit diesem Sonntagmorgen auf die Situation an der Obergrundstrasse aufmerksam. Die als «Bodumvillen» bekanntgewordenen Gebäude in Luzern stehen seit mehreren Jahren leer, nachdem sie zunächst besetzt wurden. Ihr Zustand sowie der politische Umgang damit sind in der Stadt ein Dauerthema (zentralplus berichtete).

Die neuste Aktion stammt von Aktivisten aus dem Umfeld der linken Gruppierung Resolut. «Damit protestieren wir gegen den anhaltenden Leerstand und Verfall der beiden Villen an der Obergrundstrasse 99 und 101», schreibt sie in einer Mitteilung. Resolut forderte im Winter 2020 mittels Bevölkerungsantrag eine Enteignung des damaligen Besitzers Jørgen Bodum.

Baugesuch eingereicht – doch Skepsis bleibt

Inzwischen gehören die Gebäude der Architekturfirma Romano & Christen, die dort ihren Geschäftssitz einrichten will. Sie hat für die Villa an der Obergrundstrasse 101, die in deutlich besserem Zustand ist, vor wenigen Tagen ein Baugesuch eingereicht. Nach wie vor unklar ist derweil, wie es im lädierten Nachbarhaus weitergeht (zentralplus berichtete).

Der Luzerner Stadtrat sieht den Besitzerwechsel als Chance. Er zeigte sich nach dem Verkauf im letzten Jahr zuversichtlich, dass mit den neuen Eigentümern rasch eine befriedigende Lösung für die komplexe Situation gefunden werden könne.

Bei der Gruppe Resolut scheint man daran nicht wirklich zu glauben. «Bis heute warten wir vergeblich darauf, dass an der Obergrundstrasse etwas Zählbares passiert», begründen sie ihren neusten Protest. «Es wird Zeit, dass diese Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit dort dringend notwendiger Freiraum entstehen kann.» 

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