Abstimmung am 18. Juni

400 Zuger Unternehmen sind von OECD-Steuer betroffen

Zug ist einer der Hauptstandorte grosser internationaler Unternehmen in der Schweiz. Mit der neuen OECD-Mindeststeuer müssen sie bald tiefer in die Tasche greifen als bisher. (Bild: zvg)

Die Schweiz stimmt am 18. Juni über die OECD-Mindeststeuer ab. Schätzungen der Innerschweizer Handelskammer zeigen nun, wie viele Unternehmen in Zug und Luzern bei einem Ja betroffen wären.

Das eidgenössische Parlament hat lange mit der Vorlage gerungen, doch am 18. Juni ist es nun so weit: Die OECD-Mindeststeuer kommt vors Volk. Stimmt die Schweiz Ja, müssen Unternehmen, die mehr als 750 Millionen Euro Jahresumsatz machen, 15 Prozent ihres Gewinns versteuern.

Unklar war bislang, wie viele Firmen davon tatsächlich betroffen wären. Für die «Luzerner Zeitung» hat die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) nun eine Schätzung abgegeben.

In der Innerschweiz wären rund 800 Firmen von einem Ja betroffen. Allein die Hälfte davon, also rund 400, hat ihren Sitz im Kanton Zug. Man schätzt, dass durch die Besteuerung dieser Firmen jährlich rund 242 Millionen Franken in die Kantonskasse fliessen werden.

Im Kanton Luzern sind es 200 Firmen

Im Kanton Luzern sind es mit 200 betroffenen Firmen schon deutlich weniger als in Zug. Hier betragen die zusätzlichen Einnahmen durch die neue Steuer rund 50 Millionen Franken.

Die Vorlage wird mit grosser Wahrscheinlichkeit angenommen. Beim ersten Abstimmungsbarometer der «SRG» hat die OECD-Mindeststeuer einen überaus komfortablen Ja-Anteil von 84 Prozent.

Verwendete Quellen
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