Neun katastrophale Minuten kosten FCL Erfolgserlebnis
  • News
FCL-Verteidiger Martin Frydek (links) im Zweikampf mit YB-Torschütze Christian Fassnacht. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

2:3 gegen Leader und Meister YB Neun katastrophale Minuten kosten FCL Erfolgserlebnis

3 min Lesezeit 06.12.2020, 17:51 Uhr

Gegen die Young Boys darf man verlieren. Aber man sollte den Berner die drei Punkte nicht gleich schenken. So wie es der FC Luzern innerhalb von neun Minuten vorgemacht hat. Aber er hat sich noch stark aufgebäumt.

Das Luzerner Unglück nahm seinen Anfang mit einem Freistoss in der Platzhälfte des Gegners. Neun Minuten später war alles entschieden. YB führte 3:0.

Alex Carbonell versuchte es mit einer kurzen Freistoss-Variante auf den recht neben der Mauer anlaufenden Martin Frydek, aber weil das sowas von «telefoniert» war, wie man im Fussballer-Jargon sagt, resultierte ein Konter.

Erst glückte es dem zurückeilenden Carbonell nicht, den Ball auf Kosten eines Einwurfes zu klären, dann scheiterte Filip Ugrinic auf kuriose Art und Weise am gleichen Vorhaben, ehe Jean-Pierre Nsamé den Ball zum mitgelaufenen Christian Fassnacht spielte.

Noch ein Bock von Carbonell

Varol Tasar hatte als letzter die Chance, das 0:1 zu verhindern. Er war auf gutem Weg, die Situation für den FCL zu klären. Fassnacht und der Ball waren schon auf dem Weg aus dem Strafraum, als Tasar dem Gegenspieler völlig unnötig von hinten in die Beine fuhr.

In der 19. Minute verwertete Nsamé den fälligen Penalty zur YB-Führung.

Fünf Minuten später – dazwischen lag ein wegen Offside aberkanntes Tor von Tasar – der nächste Aussetzer von Carbonell: Vor dem eigenen Sechzehner spielte der Spanier einen katastrophalen Fehlpass.

In der Folge kam Silvan Sidler zu spät gegen den an die Grundlinie laufenden Garcia. Dessen Flanke schiesst Fassnacht, von Stefan Knezevic und Martin Frydek begleitet, aber nicht gestört, direkt und herrlich zum 0:2 in die Maschen.

Dabei begann der FCL besser

Als wäre das nicht genug des Unbills für den FCL, lenkt Captain Lucas Alves in der 27. Minute einen Weitschuss zum 0:3 ab. Innerhalb von neun Minuten ist YB zu drei Punkten gekommen, ohne den geringsten Aufwand dafür betreiben zu müssen.

Dabei war der FCL vor dem Sprung ins Verderben die aktivere und offensivere Mannschaft, ohne wirklich zu guten Torchancen zu kommen. YB-Goalie David von Ballmoos musste aber einen wuchtigen Distanzschuss von Filip Ugrinic wegfausten.

Luzerner machen Partie wieder spannend

Doch der FCL, und das ist ihm hoch anzurechnen, fügte sich nicht in sein Schicksal. Und er wurde für seine Moral belohnt: In der 52. Minute wurde Louis Schaub im YB-Strafraum bei einem Abschlussversuch gefoult. Den fällig gewordenen Penalty verwertete Marvin Schulz souverän zum 1:3.

Und rund eine halbe Stunde vor Schluss kehre die Hoffnungen auf wenigstens einen Punktgewinn in die Reihen der Luzerner zurück. Der Kopfball von Stefan Knezevic auf einen Corner Frydeks wurde zur Vorlage für Dejan Sorgic. Er vollstreckte aus spitzem Winkel.

Die bestenChance auf den 3:3-Ausgleich hatte der eingewechselte Pascal Schürpf, der einen Corner Frydeks mit dem Fuss auf den weiteren Pfosten zirkelte – doch von Ballmoos hechtete dazuwischen. Und als die Zeit verrann, schoss Ugrinic den Ball aus aussichtsreicher Position über die Latte.

Und YB? Der Tabellenführer und Meister hatte nicht eine einzige Offensivaktion in der zweiten Halbzeit.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Wie viel ist Dir unabhängiger Journalismus wert?

Schön besuchst Du zentralplus. Für Dich gehen wir vor Ort, sind mitten drin und nahe dran. Doch ganz gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Um die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben, benötigen wir Deine Unterstützung. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

Schön besuchst Du zentralplus. Du verwendest einen Adblocker. Werbung ist für eine wichtige Einnahmequelle, die uns hilft, die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben. Denn gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

CHF