Neues Luzerner Museum: FDP fürchtet sich vor «moralischer Erziehungsanstalt»
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Wie weiter mit den Museen am Kasernenplatz? Diese Frage wird noch viel zu reden geben. (Bild: zvg)

Lob und Kritik in der Vernehmlassung Neues Luzerner Museum: FDP fürchtet sich vor «moralischer Erziehungsanstalt»

6 min Lesezeit 3 Kommentare 29.04.2021, 05:00 Uhr

Der Luzerner Regierungsrat will das Naturmuseum und das Historische Museum fusionieren und ins alte Zeughaus verlegen. Während die Bürgerlichen die Pläne weitgehend gutheissen, stossen sie bei der Linken und diversen Organisationen auf scharfe Kritik – und zwar längst nicht nur wegen des Umzugs.

Soll am Kasernenplatz künftig ein neues Museum oder das Kantonsgericht stehen? Diese Frage wird vor allem in der Stadt Luzern derzeit heftig diskutiert. Bekanntlich will der Kanton das Historische und das Naturmuseum fusionieren und ins alte Zeughaus am Musegghügel verlegen.

Damit die beiden Institutionen vereint werden können, muss das Kantonsparlament eine Änderung beim kantonalen Kulturgesetz vornehmen. Die Vernehmlassung dazu läuft am Freitag aus. Doch die Meinungen scheinen weitestgehend gemacht. Obwohl es dabei noch nicht um die Standortfrage geht, sind einige versucht, auch hier die nächsten Pflöcke einzuschlagen.

Grüne kontern mit Vorstoss

Zum Beispiel die Grünen/Jungen Grünen. Eine Fusion lehnen sie grundsätzlich ab, da diese letztlich eine Sparübung sei und trotz des Vorschlags zur Gesetzesänderung bislang nur ein grobes Konzept für das künftige Museum vorliege und die Museumsfläche im alten Zeughaus «massiv reduziert» würde.

Gleichzeitig fordern sie in einem frisch eingereichten Postulat, dass der Regierungsrat zusammen mit der Stadt einen alternativen Standort für das Kantonsgericht sucht. Denn dass eine Änderung der Bau- und Zonenordnung (BZO) in der Stadt durchkommt, sei aufgrund der bisherigen Debatten im Grossen Stadtrat nicht realistisch. Eine Anpassung ist nötig, damit die Gerichte überhaupt in die Gebäude am Kasernenplatz einziehen können. Das Stadtparlament wird am Donnerstagnachmittag erneut über diese Fragen diskutieren.

Die SP ortet Widersprüche

«Irritiert» zeigt man sich derweil bei der SP: «Der Regierungsrat kommuniziert widersprüchlich, stellt Hülle vor Inhalt und möchte einen Zusammenschluss der Museen, ohne ein aktuelles Konzept vorzulegen», lässt sich Kantonsrat Urban Sager in einer Mitteilung zitieren.

«Damit torpediert die Regierung eine fundierte und ergebnisoffene Diskussion gleich selbst.» Irritierend sei die Kommunikation auch dahingehend, dass der Regierungsrat zwar öffentlich bereits vom Umzug der Museen ins Alte Zeughaus spricht, im Vernehmlassungsentwurf aber betone, dass weder das Museumskonzept noch das Bauprojekt Gegenstand der Gesetzesänderung seien.

«Das neue Museum kann sich so inhaltlich öffnen und flexibler im Markt agieren.»

FDP Kanton Luzern

Wenig überraschend monieren auch die Sozialdemokraten, dass es sich bei der Fusion letztlich um eine Sparmassnahme handle. Und da eine behindertengerechte Erschliessung des alten Zeughauses gut zehn Prozent der Investitionen verschlingen würde, werde die Finanzierung des neuen Museums zusätzlich ausgedünnt. Zudem stelle sich die grundsätzliche Frage, ob eine Sanierung der Gebäude am Kasernenplatz letztlich nicht günstiger käme, so die SP.

FDP begrüsst Einsparungen  

Dass mit der Zusammenlegung der beiden Museen Geld gespart werden kann, stellt auch die kantonale FDP nicht in Abrede. Vielmehr begrüsst sie die Pläne aus finanziellen Gründen. Durch die Fusion und die entsprechende Organisationsentwicklung könnten Synergien genutzt und Sparpotenzial ausgeschöpft werden, heisst es dazu in der von Kantonsrat und Direktor des KMU- und Gewerbeverbands Gaudenz Zemp verfassten Vernehmlassungsantwort.

Und weiter: «Das neue Museum kann sich so inhaltlich öffnen und flexibler im Markt agieren. Es sollte sich dabei bewusst mit anderen Standorten im Kanton vernetzen und ein dezentrales Konzept entwickeln.» Dadurch werde es ihm möglich, die Themen Natur, Umwelt, Geschichte und Gesellschaft möglichst direkt vor Ort erlebbar machen.

«Uns fehlt der politische Wille für die Schaffung eines modernen, für das Zielpublikum relevanten und bedarfsorientierten Museums.»

Vereine Freunde der Museen

Die Freisinnigen betonen, dass sich das neue Museum dabei nicht als «moralische Erziehungsanstalt» verstehen soll, obwohl diese Gefahr insbesondere in den Bereichen Natur und Umwelt bestehe. «Statt zu kopflastig und didaktisch zu sein, sollte es Besucher emotional, sinnlich und unterhaltsam ansprechen. Man soll bei einem Besuch inhaltlich etwas mitnehmen, aber zeitgemäss vermittelt durch ein zielgruppengerechtes Infotainment», so die FDP. Zum Standort äussert sie sich nicht.

Auch CVP und GLP sprechen über den Standort

Aus den gleichen Gründen spricht sich auch die CVP für eine Zusammenlegung zu einem einzigen Museum für die Themenbereiche Natur, Geschichte und Gesellschaft aus. Und auch die Christdemokraten wollen die Standortfrage nicht aussen vor lassen, denn es stelle sich unweigerlich die Frage der Erschliessung.

«Es ist unabdingbar, dass der Weg zum neuen Museum nicht nur zweckmässig und hindernisfrei, sondern auch attraktiv ist», heisst es in der Vernehmlassungsantwort. Für die CVP ist klar, dass der hindernisfreie Zugang hohe Kosten verursachen wird. «Wir stellen damit nicht die notwendige bauliche Anpassung infrage, sondern stellen fest, dass dadurch finanzielle Mittel zusätzlich benötigt werden», so die Partei.

Die GLP spricht sich ebenfalls für die Fusion aus. «Die Qualität eines Museums hängt in unseren Augen in erster Linie von den Inhalten und der Umsetzung ab (Orientierung an einer Bildung für nachhaltige Entwicklung). Konzeptionelle Fragen sollten demnach vor der Standortdiskussion geklärt werden, da die Form der Funktion entsprechen sollte», heisst es dazu in einer kurzen Stellungnahme auf der Homepage der Partei.

Über die Haltung der SVP konnte bislang nichts in Erfahrung gebracht werden. Eine Anfrage liess die Volkspartei unbeantwortet.

Kritik kommt auch aus der Gesellschaft

Stellung genommen haben hingegen verschiedene Organisationen. Zum Beispiel der Quartierverein «Wächter am Gütsch» aus dem Babel-Quartier. «Wenn die Zusammenlegung als Ja für eine Verlegung ins alte Zeughaus gedeutet würde, würden wir diese entschieden ablehnen», schreibt etwa Präsident Josef Moser. Kritik hatte auch der Quartierverein Altstadt wiederholt geäussert. Er befürchtet, dass die Passantenströme an der Pfistergasse abnehmen würden, sollten die Museen verlagert werden – zum Leidwesen des dortigen Gewerbes (zentralplus berichtete).

«Das Naturmuseum Luzern ist für die Zentralschweiz eine ganz wichtige Institution.»

Naturforschende Gesellschaft Nid- und Obwalden

Ebenfalls hat sich die IG Kultur Luzern an der Vernehmlassung beteiligt: Grundsätzlich spreche nichts gegen eine Zusammenführung, hält sie fest. Museen seien jedoch keine Abstellkammern, sondern Orte der Vermittlung und der Auseinandersetzung. Deshalb gehörten sie «nicht weggespart oder zusammengekürzt», sondern «unterhalten, gepflegt und ausgebaut».

Diskussion interessiert auch in Nachbarkantonen

Befürchtungen bezüglich Fusion hegen weiter die Vereine der Freunde der beiden Museen: Zwar orten auch sie im Fall einer Fusion neue Möglichkeiten, halten auf ihrer Website allerdings fest: «Der aktuelle Wissensstand lässt noch zu viele Fragen unbeantwortet, als dass wir ein Ja rechtfertigen könnten. Uns fehlt die inhaltliche Auseinandersetzung und der politische Wille für die Schaffung eines modernen, für das Zielpublikum relevanten und bedarfsorientierten Museum.»

Kritik an den Plänen kommt an gleicher Stelle anlässlich der Vernehmlassung auch von der Naturforschenden Gesellschaft Nid- und Obwalden: «Das Naturmuseum Luzern ist für die Zentralschweiz eine ganz wichtige Institution. Es ist das Kompetenzzentrum für die Natur und die Naturwissenschaften.» Insbesondere vor dem Hintergrund der Naturzerstörung, dem Rückgang der Biodiversität und des Klimawandels sollte das Naturmuseum keinesfalls geschmälert werden.

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3 Kommentare
  1. Rosa Luxemburg, 29.04.2021, 17:33 Uhr

    Museum soll zentral bleiben. Das Gericht braucht keine solche Lage. Das Naturmuseum ist kult und muss bleiben.

  2. Bernhard Erni, 29.04.2021, 16:40 Uhr

    Zusammenschluss des Natur- Museums und des Historischen Museums zum Luzerner Museum
    Zu beurteilen ist die Fusion des Natur-Museums und des Historischen Museums zu einem einzigen Museum, dem Luzerner Museum für Natur, Geschichte und Gesellschaft. Gründe für diese Massnahme sind: Die Notwen¬digkeit, das Natur-Museum baulich zu erneuern um: (i) eine zeitgemässe Ausstellungs / Museumspädagogik zu ermöglichen und (ii) die wertvollen floristischen, faunistischen und geologischen Sammlungen zu erhalten, zu erweitern, und dem naturwissenchaftlich interessierten Laien- und Fachpub¬likum zugänglich zu machen.
    Es besteht die Absicht, bei dieser Gelegenheit das fusionierte Luzerner Museum an einen neuen Standort (Zeughaus Musegg) zu verlegen, um in den bestehenden Gebäuden (Zeughaus und ehemaliges Waisenhaus) in bester Lage an der Reuss das Kantonsgericht unterzubringen. Es wird zwar festgehalten, dass die Verlegung des fusionierten Museum nicht Gegenstand der Vernehmlassung sei, sie wird aber mehrmals erwähnt. Es macht den Eindruck, dass die beiden Projekte faktisch doch miteinander zusammenhängen (Zitate: Der Zusammenschluss der Museen ist unabhängig vom Museumsstandort geplant. UND Nach umfangreichen Machbarkeitsstudien beschloss er im Dezember 2020, dass das alte Zeughaus Musegg (Museggstrasse 37, Luzern) zum Standort für das neue Luzerner Museum werden soll.)

    zur Fusion
    Eine Zusammenlegung der Administration der beiden Museen ist durchaus sinnvoll. Synergien sind möglich im Rechnungs-, Bestell- und Personalwesen, Öffentlichkeitsarbeit, Informatik, Bewirtschaftung der Infrastruktur Museumscafé, Museums-Shop, Billetverkauf, Bewirtschaftung eines gemeinsamen Vortragsaals, von Räumen für Wechselausstellungen, open work-spaces für wissenschftliche Besucher und externe temporäre Mitarbeiter.
    Nicht zusammenlegen lassen sich jedoch die Kernaufgaben eines Museums, der Betrieb von naturwissenschaftlicher und kulturgeschichtlicher Forschung, die Darstellung der Resultate und die fachspezifische Information der Öffentlichkeit. Dafür sind die erkenntnistheoretischen Grundlagen und Theorien, auf denen Natur- und historische Wissenschaften aufbauen, zu verschieden. Eine solide wissenschaftliche Infrastruktur ist auch Voraussetzung dafür, dass Drittmittel aus Stiftungen für Forschung (z.B. SNF) eingewor¬ben werden können. Was den Betrieb betrifft sollten die beiden Museen wie die Fakultäten einer Universität funktionieren. Die Fusion einer naturwissenschaftlichen mit einer historischen Fakultät wäre nicht zielführend, so wenig wie die Fusion der beiden auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Grundlagen operierenden Museen.
    Multi-. Trans- und Interdisziplinarität (wie immer man es bezeichnen mag) sind zwar wichtig, aber richtig zu realisieren nur, wenn sie auf soliden Grundlagen aufbauen, sozusagen aus den wissenschaftlichen Grundlagen hervor wachsen (bottom up). Aber nicht, wenn sie einer politischen Agenda folgend von oben herab verordnet wird (top down). Letzteres scheint aber beabsichtigt zu sein, wenn man das (schlag)wortreiche „neue“ Konzept für das Luzerner Museum liest, mit dem die Fusion begründet wird. Was als Möglichkeiten, die über die bisherige Trennung der beiden Disziplinen Natur und Geschichte weit hinausgehen [sic!] aufgelistet wird – aus dem Wörterbuch der Museumspädagogik «Gesamterlebnis, Rollen von Natur und Geschichte, intensiver mit seinem Publikum beschäftigt, Mitgestaltung von Ausstellungen, Teilhabe an Citizen Science-Projekten, innovative, interaktive Ausstellungen und Vermittlungsangebote, welche zum Museumserlebnis rund um «Mensch und Umwelt» , Geschichte und Natur als zwei Teile eines Ganzen einladen; Umweltschutz in der Stadt und auf dem Land – sowohl für die Menschen als auch für Tiere und Pflanze; Ort der öffentlichen Diskussion; inklusiven Grundsatz; soziale Verantwortung; gesellschaftlicher Zusammenhalt; Kindern und Jugendlichen auch künftig eine grosse Bedeutung zukommt. Kompetenzzentrum für innovative Vermittlung.] Für all dies – und mehr – braucht es keine Fusion der zwei so unterschiedlichen Museen. Das kann jedes Museum allein leisten, vorausgesetzt es verfügt über Fachkompetenz und eine adäquate Infrastruktur.
    Falls mit der Feststellung «Das Konzept und die neue Strategie besitzen das Potenzial, ein modernes, innovatives und offenes Museum zu schaffen, das aktuelle Entwicklungen und Themen aufgreift und sich durch seine Neuausrichtung durchaus mit vergleichbaren Museen in Fribourg, St. Gallen und dem Aargau messen kann, auch wenn diese Museen über grössere Ausstellungsflächen verfügen» suggeriert werden soll, dass es vergleichbare (fusionierte?) Museen gibt, dann ist das eine Falschinformation. In den drei Städten sind die Museen (immer noch?) auch örtlich getrennt!
    Aarau: Stadtmuseum Aarau, Schlossplatz 1; Naturama Museum+Natur, Feerstrasse 17; Fribourg: Musée d’art et d’histoire Kunstmuseum, Route de Morat 12; Naturhistorisches Museum Frei¬burg, Chemin du Musée 6.
    St. Gallen: Historisches und Völkerkundemuseum, Museumstrasse 50; Naturmuseum St.Gallen, Rorschacher Strasse 263 (pro memoria Am 25. November sagt die Stimmbevölkerung der Stadt St.Gallen JA zu einem neuen (unabhängigen) Naturmuseum.)

    zum Standort
    Der Standort der beiden Museen an der Reuss ist ideal: (i) sie liegen benachbart und sind durch ein „Brückengebäude“ räumlich durchgehend verbunden. (ii) Mit ÖV und zu Fuss ab z.B Bahnhof gut erreichbar und leicht zu finden, Parkhäuser Altstadt und Kesselturm in unmittelbarer Nähe. (iii) Zusammen 80’000 Besucher pro Jahr (ca. 270, die pro Tag ein- und ausgehen), darunter Schulklassen und Gruppen. (iv) Auf Grund des Standorts und je nach Betriebskonzept im Prinzip geeignet für öffentliche und private Veranstaltungen z.B. Abendvorträge, Durchführung von (Kinder)Geburtstagsparties, Vereinsaktivitäten (GV, workshops), Firmen/Kunden (Weihnachts)apéros. Solche Veranstaltungen könnten zusätzliche (Miet)erträge generieren, die Sichtbarkeit der Museen in der Öffentlichkeit erhöhen und zum Museumsbesuch anregen..
    Diese idealen Voraussetzungen für eine attraktive Museumsmeile gingen mit der Auslagerung ins Zeughaus Musegg verloren. Ein Zeughaus kann zwar erfolgreich in ein Museum umgebaut werden, wie das Forum Schweizer Geschichte Schwyz und das historische Museum Luzern zeigen. Beide liegen aber gut zugänglich in zentraler Lage, was für den Standort Musegg nicht zutrifft. Für ein Museum mit grosser „Laufkundschaft“ ist eine gute Erreichbarkeit wesentlich wichtiger, als für ein Gericht, mit einer vergleichsweise kleinen Zahl von Klienten, die diese Institution meist nur unfreiwillig besuchen. Es ist zwar verständlich, dass sich Behörden und Beamte des Kantonsgerichts einen Arbeitsplatz unmittelbar neben der pitoresken Altstadt wünschen, wo sie in schicken Restaurants den Lunch zelebrieren und sich zum Feierabendcüpli treffen können. Wenn es den verantwortungbewussten Entscheidungsträgern aber ernst ist mit der in der Vernehmlassung gelobten Absichten: ein modernes, innovatives und offenes Museum zu schaffen, (i) das sich sehr viel intensiver mit seinem Publikum beschäftigt und es aktiv in die Entwicklung seines Angebots einbezieht, (ii) das ein Ort der öffentlichen Diskussion und ein Mehrwert für die Bevölkerung wird, (iii) das inklusiven Grundsatz und soziale Verantwortung wahrnimmt, einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt und (iv) als ausserschulischer Lern- und Experimentierort und Kompetenzzentrum für innovative Vermittlung agiert – wenn es den Entscheidungsträgern damit ernst ist, dann muss das Museum in gut erreichbarer Lage am Brückenkopf Spreuerbrücke und Verkehrsknotenpunkt Kasernenplatz bleiben und kann nicht auf die Musegg ausgelagert werden! Das Prestige des Kantonsgerichts – und der Kantonsrichter – hängt nicht vom Arbeitsplatz ab, sondern von der Qualität der Urteile. Und gute Urteile könnten auch in einem zweckmässigen Verwaltungsgebäude z.B. am Seetalplatz gefällt werden.

  3. Michel von der Schwand, 29.04.2021, 09:19 Uhr

    Location, Location! Entgegen der Meinung der bürgerlichen Parteien geht es in dieser Diskussion nur um den Standort. Richter urteilen auch nicht salomonischer, wenn der Sitz des Gerichtes repräsentativ ist und der bürgerliche Filz will über Inhalte sprechen.

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