Neuer Standort für die Salle Modulable?
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Taucht nun eine neue Idee für den Standort der Neuen Theater-Infrastruktur Luzern auf? (Bild: Screenshot aus dem Argumentarium der Archichtekten Hiss und Heggli)

FDP und Architekten-Duo beziehen Position Neuer Standort für die Salle Modulable?

3 min Lesezeit 16.02.2016, 18:08 Uhr

Das heisseste Thema zum Projekt Salle Modulable ist derzeit der Standort. Nun setzt sich die FDP gemeinsam mit einem Architekten-Duo für einen unerwarteten Standort ein. Denn bei den anderen beiden scheinen die Hürden zu gross zu werden.

In der Standortdiskussion um die Neue Theater-Infrastruktur (NTI) alias Salle Modulable ist es fünf vor zwölf. Und nicht nur die Machbarkeitsstudie, welche derzeit intern behandelt wird, sondern vor allem die politischen Entscheidungen werden noch in diesem Jahr darüber gefällt, ob die 80 Millionen Franken aus dem Nachlass des Mäzens Christof Engelhorn für ein neues Theatergebäude in Luzern fliessen werden.

Die FDP der Stadt Luzern informiert nun am Mittwochmorgen gemeinsam mit den beiden Architekten Frieder Hiss und Markus Heggli über eine Interpellation und die Webseite «Ideen für eine attraktive Stadt am Wasser». Worum es dabei genau gehen soll, wird jedoch noch nicht bekannt gegeben. Gemäss Quellen von zentral+ handelt es sich dabei um einen neuen Ansatz bei der Standortwahl. Aktuell stehen deren drei zur Auswahl: der Theaterplatz, das Inseli und der Schotterplatz beim Alpenquai. Als Favoriten wurden bisher das Inseli und der Theaterplatz gehandelt.

Politische Rückendeckung für Stadtentwicklungsideen

Eine Informationsveranstaltung eigens für eine Interpellation hat es wohl noch selten gegeben. Der Präsident der FDP Stadt Luzern, Fabian Reinhard, lässt Witze darüber jedoch nicht gelten: «Das Thema interessiert offensichtlich sehr, und entsprechend wollen wir auch einen politischen Fokus legen.»

«Wir wollen unbedingt, dass eine Salle Modulable realisiert werden kann.»
Fabian Reinhard, Präsident der FDP Stadt Luzern

Die von den Architekten ausgearbeiteten Vorschläge werden nun vonseiten der FDP unterstützt. «Wir haben viele Gespräche geführt und sind von den ausgearbeiteten Ideen der beiden begeistert.» Auch mit anderen Parteien wurde über ein gemeinsames Auftreten in der Standortfrage diskutiert. Diese halten sich jedoch noch zurück.

Politische Stolpersteine liegen bereit

«Es geht bei dem Standortentscheid nicht nur um rein technische Überlegungen, auch politische Entwicklungen müssen einbezogen werden», so Reinhard. Sonst sei die Umsetzung dieses Projekts nicht möglich. «Und wir wollen unbedingt, dass eine Salle Modulable realisiert werden kann.» Die politischen Risiken müssen deshalb bei der Wahl des Standorts berücksichtigt werden.

Reinhard spricht damit auch die beiden Initiativen an, welche die Standorte Theaterplatz und Inseli zu politisch heissen Eisen machen. So die kürzlich lancierte Initiative «Luzerner Theater: ein Kultur-Haus für alle», die derzeit für den Erhalt des Theatergebäudes auf Unterschriftenfang geht (zentral+ berichtete). Andererseits die Juso-Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine», welche bei einer Mehrheit der Luzerner Stimmbürger eine Bebauung des Inseli verhindern würde (zentral+ berichtete).

Steht der Favorit fest?

Somit kann man davon ausgehen, dass die FDP gemeinsam mit den beiden Architekten Hiss und Heggli am Mittwoch den Schotterplatz beim Alpenquai als Favoriten diskutieren und anpreisen werden.

«Ganz falsch sind ihre Überlegungen nicht», sagt Fabian Reinhard dazu. Mehr könne er aber erst am Mittwoch dazu sagen: «Wir wollen dieser Idee einen guten Start bieten – mit ausführlichen Informationen und Visualisierungen.»

Wenn man sich jedoch das Argumentarium von Hiss und Heggli auf ihrer Webseite anschaut, könnte gar ein leicht verschobener Standort beim Alpenquai beworben werden. «Die Prüfung des dritten Standortes richtet sich auf das Areal des in den See ausragenden Technischen Sporns. Der Schotterplatz scheint uns im Hinblick auf die Anforderungen der Salle Modulable wenig angemessen und zu klein», heisst es im Argumentarium.

Bis anhin wurde als dritter Standort der Schotterplatz beim Alpenquai (gelb markiert) diskutiert. Der Vorschlag von Hiss und Heggli weicht davon ab. (Bild: Screenshot Argumentarium)

Bis anhin wurde als dritter Standort der Schotterplatz beim Alpenquai (gelb markiert) diskutiert. Der Vorschlag von Hiss und Heggli weicht davon ab. (Bild: Screenshot Argumentarium)

Am Mittwoch wird es spannend, zu erfahren, ob sich die beiden Architekten mit ihren Ideen schliesslich auch für die Realisierung der Salle Modulable bewerben wollen und ob sie nun bereits die Werbetrommel rühren.

zentral+ ist am Mittwoch dabei und informiert über die vorgestellten Ideen. Den Artikel dazu finden Sie hier.

Standort, Standort, Standort – möchten Sie gerne mal wieder etwas über den Inhalt einer möglichen Salle Modulable lesen? Über das «Was» statt das «Wo»? zentral+ berichtete über den Talk im Neubad, an welchem endlich mal wieder Inhalte Thema waren. Den Artikel finden Sie hier.

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