Neuer Nutzer für die Ankenwaage
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Neuer Anlauf, neues Glück? Für die Zuger Ankenwaage scheint man nun endlich eine adäquate Nutzungsform gefunden zu haben. (Bild: anm)

Das Ende einer Zuger Odyssee Neuer Nutzer für die Ankenwaage

2 min Lesezeit 08.07.2015, 14:04 Uhr

Jetzt ist definitv Schluss mit dem Knatsch um die Zuger Ankenwaage. Nach langem Ringen konnte nun endlich ein adäquater Mieter gefunden werden. Ob dieser bei den Quartierbewohnern gut ankommt, wird sich zeigen.

Pedalos statt Tapas, Trottinette statt Weinflaschen, Gesellschaftsspiele anstelle eines Quartiertreffs: Im Sommer 2016 wird die Ludothek von der Baarerstrasse in die Ankenwaage umziehen. Wie die Stadt verlauten lässt, scheint das Hin und Her rund um das ungenutzte Gebäude in der Zuger Altstadt nun endlich ein Ende zu nehmen.

Seit einiger Zeit schon wurde für die Ludothek ein langfristiger Standort im Stadtzentrum gesucht. Aufgrund der Nähe zur städtischen Bibliothek sowie der zentralen Lage biete sich dafür die Ankenwaage geradezu an, heisst es vonseiten der Stadt.

Belebung der Altstadt

«Wir sind überzeugt, dass die stadtinterne Vermietung an die Ludothek zu einer angenehmen und moderaten Belebung der Altstadt beitragen wird», sagt Karl Kobelt, Vorsteher des Finanzdepartements. Moderat insofern, als dass keine Lärmklagen zu befürchten seien, wie sie die geplante Tapasbar hervorrief (zentral+ berichtete).«Eine ‹sanfte›, massvolle Belebung der Altstadt, wie sie die Ludothek als taugliche Dauerlösung nun darstellt, dürfte kaum zu Unbill in der Nachbarschaft führen», erläutert Kobelt.

Daneben liessen sich noch weitere Vorteile anfügen: Kinder könnten die ausgeliehenen Spielsachen in der autofreien Ober Altstadt direkt ausprobieren, führt Kobelt aus. «Dies stellt eine gewünschte Belebung dar. Vielleicht nützen die Eltern den Gang zur Ludothek gar für einen anschliessenden Einkauf in der Altstadt.»

«Weil die Bibliothek Zug in unmittelbarer Nähe sein wird, kann das Ausleihen eines Buches oder eines elektronischen Mediums gleich mit der Ausleihe eines Spiels kombiniert werden», malt sich Kobelt die künftige Situation aus. Eine klassische Win-Win-Situation: Der Bevölkerung kommen die erwähnten Vorteile zugute und die Ludothek kann neue Räumlichkeiten in Zentrumsnähe beziehen.

Leichte Renovation

Bis es soweit sein wird bleibt aber noch ein ganzes Jahr Zeit. Entsprechend werde die Ankenwaage bis zum Einzug der Ludothek vorab für kulturelle Zwecke genutzt. Konkreteres dazu lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Die Kulturstelle der Stadt wird für die Zwischennutzung zuständig sein.

Fest steht hingegen, dass bis zum Umzug der Ludothek noch kleinere bauliche Anpassungen am neuen Standort ausgeführt werden müssen. Geplant ist eine leichte Renovation. So werden die Treppen und der Absatz zwischen dem Erdgeschoss und dem Zwischengeschoss für die Nutzer absturzsicher ausgestaltet. Ausserdem werden die Teppiche in den Obergeschossen erneuert und die Installation eines Geländers vor dem Eingang geprüft. Die Kosten für diese Arbeiten belaufen sich auf knapp 30’000 Franken.

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