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Neuer Heineken-Chef setzt auf Standort Luzern
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  • Eichhof-Brauerei unter neuer Führung
Das ist der neue Chef von Heineken Schweiz: Erik Jan Hamel aus Holland. (Bild: zVg)

Neuer Heineken-Chef setzt auf Standort Luzern

2 min Lesezeit 08.01.2016, 14:23 Uhr

«Unser» Luzerner Bier hat bald einen neuen Chef. Der Holländer Erik Jan Hamel übernimmt ab 1. Februar die Leitung von Heineken Schweiz, deren Sitz in Luzern ist. Zu Heineken gehören nebst der Luzerner Eichhof-Brauerei Biermarken wie Calanda, Haldengut oder Ziegelhof. Hamel will das Geschäft ausbauen und will Luzern treu bleiben.

Die Zeit von Stefano Borghi als Chef von Heineken Schweiz endet nach dreijähriger Amtszeit. Sein Nachfolger für den Weltkonzern heisst Erik Jan Hamel. Er übernimmt die Leitung ab 1. Februar, wie das Unternehmen diesen Freitag bekannt gab.

Seit über 20 Jahren bei Heineken

Der gebürtige Niederländer Hamel ist 1994 zu Heineken gestossen und hat verschiedene Führungsaufgaben in den Bereichen Finanzen, Verkauf und General Management ausgeübt. Zuletzt war er in der Tschechischen Republik tätig, zuerst als Finanzchef dann als Managing Director. «Ich freue mich sehr, die Verantwortung für das Schweizer Geschäft von Heineken zu übernehmen», lässt Erik Jan Hamel via Medienmitteilung ausrichten. «Nicht nur Tschechien auch die Schweiz ist ein Bierland. Wir haben ein tolles Portfolio an internationalen und regionalen Marken, die in Luzern und Chur gebraut werden. Zusammen mit den 760 Mitarbeitenden werde ich mich dafür einsetzen, das Schweizer Bier- und Getränkegeschäft weiter zu entwickeln», lässt er weiter wissen.

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Grosse Kampagne geplant

Für zentral+ war Hamel diesen Freitag nicht zu sprechen. Er werde erst nach 100 Tagen im Amt den Medien Auskunft geben, teilt Heineken-Medienchef Urs Frei auf Anfrage mit. Was Hamel mit der erwähnten Weiterentwicklung genau meint, bleibt also unklar. Laut Frei ist aber sicher, dass der Konzern, der in über 70 Ländern rund 160 Brauereien betreibt und rund 81’000 Personen beschäftigt, an Luzern als Schweizer Hauptsitz sowie der Eichhof-Brauerei festhält. «Das ist gesetzt», sagt Frei. Als Ausblick aufs kommende Jahr verrät Frei zudem: «Wir arbeiten intensiv an einer grossen Eichhof-Kampagne.» Diesen Frühling wolle man damit starten, Details könne er noch keine nennen.

Im Kalenderjahr 2014 haben die schweizerischen Brauereien insgesamt 3’431’928 Hektoliter Bier ausgestossen. Rund 20 Prozent dieses Volumens wurden bei Heineken Schweiz hergestellt.

Massive Proteste gegen Verkauf an Heineken

Als sich 2008 ein Verkauf von Eichhof abzeichnete, eine der letzten grossen einheimischen Brauereien nach dem Verkauf von Feldschlösschen an Carlsberg im Jahr 2000, gab es vielfältige Proteste und Boykotte. 15’500 Personen hatten eine Protestnote gegen den Verkauf unterschrieben. Da jedoch die Hauptaktionäre und die Eichhof Holding, welche insgesamt 49 Prozent der Aktien hielt, dem Übernahmeangebot zustimmten,wurde am 29. August 2008 die Brauerei (Eichhof Getränke AG) an Heineken Switzerland AG für 290 Millionen Franken verkauft. Auch der Bereich Eichhof Immobilien AG wurde gemäss Wikipedia für 105 Millionen Franken verkauft. Im Oktober 2008 verlegte Heineken Switzerland seinen Hauptsitz auf das Gelände der Eichhofbrauerei in Luzern.

 

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