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Neue Wohnung für Luzerner Randständige

2 min Lesezeit 25.11.2014, 13:58 Uhr

Endlich: Nach langjähriger Suche hat der Verein Jobdach ein geeignetes Wohnobjekt für die Erweiterung des Angebots für randständige Menschen gefunden. Die Stadt Luzern wird mit dem Verein einen auf sieben bis zehn Jahre befristeten Mietvertrag für das nicht mehr benötigte Personalhaus des Betagtenzentrums Rosenberg abschliessen. Ab Frühling 2015 stehen für diesen Zweck im «Wohnhuus II» zehn möblierte Zimmer bereit.

Angebot an Personen über 40

Das neue «Wohnhuus II» stellt eine Anschlusslösung für das bestehende Wohnhuus an der Murbacherstrasse dar und richtet sich insbesondere an über 40-jährige Menschen mit Suchtproblemen, die grundsätzlich selbstständig wohnen können, aber noch eine gewisse Betreuung benötigen. Wie der Verein in einer Mitteilung schreibt, kommen für ein Zimmer im Wohnhuus II nur Personen in Frage, die sich im Wohnhuus I stabilisiert haben und die strenge Hausordnung einhalten.

Gemäss Konzept wird im Haus an 365 Tagen von 20 Uhr bis 7 Uhr eine Betreuungsperson anwesend sein. Zudem steht für die Bewohner über das Wohnhuus I ein 24-Stunden-Pikett-Dienst zur Verfügung. Für die Beherbergung im Wohnhuus II ist eine Kostengutsprache der unterstützungspflichtigen Gemeinde erforderlich.

Start im Frühling 2015

Voraussichtlicher Start des neuen Angebots wird im Frühling 2015 sein. Da für die neue Nutzung eine Baubewilligung erforderlich ist, kann der zeitliche Ablauf noch nicht genau vorhergesagt werden. Auch wenn der Zeitplan noch provisorisch ist – der Verein Jobdach ist sehr froh, mit den zusätzlichen Zimmern Menschen längerfristig ein Stück Heimat geben zu können.

Entspricht städtischer Wohnpolitik

Der Verein Jobdach ist im Kanton Luzern seit 1996 in der Überlebenshilfe für die Bereiche Arbeit und Wohnen zuständig. Im Wohnbereich betreibt der Verein die Notschlafstelle Obdach an der Gibraltarstrasse sowie das Wohnhuus an der Murbacherstrasse. Seit mehreren Jahren möchte der Verein das Wohnangebot erweitern.

Die Zielgruppe umfasst Personen, welche sich im Wohnhuus stabilisiert haben, aber auf dem Wohnungsmarkt kaum eine Wohnung finden können. Die Vermietung des ehemaligen Personalhauses Rosenberg entspricht auch der städtischen Wohnpolitik, wie Stadtrat und Sozialdirektor Martin Merki sagt: «Das Wohnhuus II schliesst eine Lücke im Wohnangebot für Menschen am Rande der Gesellschaft. Der Stadtrat von Luzern ist dem Verein Jobdach zu Dank verpflichtet, dass er diese Verantwortung übernimmt und wir sind sicher, dass er das Vorhaben professionell umsetzen wird.»

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