Neue Lockerungen: Es bleiben viele offene Fragen für die Luzerner Nachtclubs
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Der Rok Klub wartet mit der Türöffnung trotz Lockerungen noch zu. (Bild: ida)

Öffnung am Wochenende scheint unwahrscheinlich Neue Lockerungen: Es bleiben viele offene Fragen für die Luzerner Nachtclubs

4 min Lesezeit 23.06.2021, 18:20 Uhr

Trotz der weitgehenden Lockerungen der Coronamassnahmen ist nicht klar, ob die Clubs in und um Luzern sofort aufmachen. Zumindest im Rok scheint eine rasche Wiedereröffnung unrealistisch. Denn für die Betreiber gibt es entscheidende Fragen, die noch nicht geklärt sind. Man wartet nun auf den Kanton Luzern, der die Bewilligungen erteilen muss.

Der Bundesrat hat am Mittwoch weitgehende Öffnungsschritte bekanntgegeben. So fällt ab kommendem Samstag beispielsweise die Personenbeschränkung an den Tischen in Restaurants. In Aussenbereichen werden die Beschränkung der Grösse der Gästegruppen und die Sitzpflicht bei Konsumation aufgehoben. Und auch die Läden oder Sporteinrichtungen können wieder die ganze Kapazität nutzen (zentralplus berichtete).

Unterschiede gibt es aber zwischen Veranstaltungen, die beim Einlass ein Covid-Zertifikat verlangen und solchen, die darauf verzichten. Denn während es bei Ersteren keine Kapazitätsbeschränkungen mehr gibt, ist die Anzahl Personen bei Letzteren weiterhin auf 250 Besucher beschränkt. Auch dürfen die Events nicht durchgeführt werden, wenn die Gäste tanzen.

In anderen Worten: Wer als Veranstalter nur geimpfte beziehungsweise genesene Personen reinlässt, geniesst mehr oder weniger alle Freiheiten. Denn auch die Maskenpflicht wird hier komplett aufgehoben. Ausserdem sind ab Samstag wieder Veranstaltungen mit mehr als 10’000 Menschen möglich, sofern diese ein Zertifikat vorweisen können. Veranstaltungen ab 1000 Personen benötigen allerdings eine kantonale Bewilligung.

Es gibt noch zu viele offene Fragen

Trotz dieser weitgehenden Lockerungen kehrt beim Luzerner Rok noch keine Normalität ein. «Wir finden es zwar gut, dass man mit einem Zertifikat seine Freiheiten fast alle zurückbekommt und dass die Lockerungen weiter gehen als erwartet», sagt Philipp Kathriner, Geschäftsführer des Rok Klub an der Seidenhofstrasse und Vorstandsmitglied der Luzerner Bar- und Clubkommission. «Ich gehe momentan aber nicht davon aus, dass wir bereits am Samstag öffnen.»

Denn man müsse abwarten, welche genauen Vorgaben der Kanton als Bewilligungsbehörde macht. «Da dies wohl bis Ende Woche dauern wird, ist eine Öffnung am Weekend für uns zu kurzfristig», begründet Kathriner. Dabei gehe es nicht nur um die Gäste. «Ich muss vom Kanton wissen, ob auch meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Zertifikat oder einen negativen Test brauchen, um den Club betreten zu dürfen, und ob ein Schnelltest überhaupt ausreicht. Dies macht die Planung für uns sehr schwierig.»

«Es geht immer noch darum, das Virus zu bekämpfen.»

Philipp Kathriner, Geschäftsführer des Rok Klub

Aber auch rund um die Clubbesucherinnen gibt es aktuell noch Fragezeichen. «Aus wirtschaftlichen Gründen ist für uns entscheidend, wie viele Menschen unserer Zielgruppe in den kommenden Tagen überhaupt in den Besitz eines Zertifikats gelangen können und wie viele bereits eines haben. Sind es nur wenige, können wir den Club nicht rentabel betreiben.» Kathriner geht davon aus, dass es derzeit noch nicht viele sind, denn seine Zielgruppe seien die 18- bis 35-Jährigen.

Ausserdem sei es heikel, wenn an einem Abend vielleicht nur 30 oder 40 Leute ins «Rok» kommen würden. «So kommt keine Stimmung auf und die Gäste würden sich einen weiteren Besuch möglicherweise gut überlegen», warnt Kathriner. Dennoch hält er fest: «Es geht immer noch darum, das Virus zu bekämpfen. Auch aus Sicht der Bar- und Clubkommission ergibt es deshalb Sinn, dass es bis auf Weiteres noch einzelne Massnahmen gibt.»

Die Schüür plant im Freien

Etwas einfacher ist die Ausgangslage in der Schüür, die neben den Konzertbesucherinnen auch beim Partyvolk beliebt ist. «Wir haben seit Ausbruch der Pandemie mit Hochdruck auf den grossen Schüür-Umbau hingearbeitet (zentralplus berichtete), um diesen ein Jahr vorzuziehen. Dieser startet am 2. August und wir werden in einer ersten Etappe ausschliesslich im Garten programmieren», schreibt Schüür-Chef Marco Liembd auf Anfrage. «Von daher haben wir keinen Zeitdruck, das Zertifikat sofort einführen zu müssen.»

Und weiter: «Die gelockerten Regeln im Aussenbereich lassen unser traditionelles Sommer statt Pause Programm zu, als hätte es Corona nie gegeben. Wie es nach dem Sommer weitergeht, schauen wir uns dann an.» Obwohl der Bundesrat in fast allen Bereichen wieder Normalität zulässt, hat laut Liembd auch die neue Verordnung Schwachstellen. Denn es sei schlicht nicht alles regelbar. Mit gesundem Menschenverstand könnten diese jedoch vernünftig angegangen werden. Weiter möchte er sich dazu aber nicht äussern.

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