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Neue Eindrücke: So wird die Mall of Switzerland aussehen
  • Wirtschaft
Ein faszinierendes Gebäude im Kleinformat: Das Modell der Mall of Switzerland im Business-Center D4 in Root. (Bild: bra)

Ebikoner Riesen-Center in Miniaturformat Neue Eindrücke: So wird die Mall of Switzerland aussehen

4 min Lesezeit 3 Kommentare 24.12.2015, 14:30 Uhr

Der Krise im Detailhandel zum Trotz: Das gigantische Einkaufszentrum Mall of Switzerland soll sich in einem schwierigen Marktumfeld behaupten können. Im Showroom in Root machen die Verantwortlichen klar, wie das gehen soll. zentral+ nahm einen Augenschein vor Ort und bekam Eindrückliches vor die Linse. 

Für die Schweizer Einkaufscenter klingeln die Kassen nicht so richtig: Frankenstärke, Online-Handel und Einkaufsmöglichkeiten im nahen Ausland drücken aufs Geschäft. Zudem sagen Experten, der Boom bei den Einkaufszentren sei längst vorbei. Ihnen würden die Kunden regelrecht davonlaufen.

Die Umsätze der meisten Schweizer Shoppingcenter sind rückläufig oder die Zentren verzeichnen bestenfalls stagnierende Umsätze, laut Erhebungen des Marktforschungsinstitut GFK.

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«Wir sind überzeugt, dass wir den Puls der Zeit gefunden haben.»
Bernd Hofer, Projektleiter

Doch die Mall of Switzerland soll rentieren. Allen Unkenrufen zum Trotz. «Wir sind überzeugt, dass wir den Puls der Zeit gefunden haben. Und dass wir dem Kunden etwas liefern, das einzigartig ist,» sagt Bernd Hofer, Projektentwickler und Geschäftsführer von Freo Switzerland. «Es wird ein Erlebnis sein, hier an diesem Standort seine Zeit zu verbringen», verspricht er. 

Zeitplan wird eingehalten

Doch wie soll das aussehen? Mitten in Ebikon wird zurzeit gebaut. Dank ausländischer Investoren soll ein Shoppingcenter der Extraklasse entstehen – mit eigenem, öffentlich finanziertem Autobahnanschluss. Die Mall of Switzerland ist eines der grössten Immobilienprojekte der Schweiz, es wird von der Firma Freo begleitet und nach seiner Fertigstellung im Herbst 2017 das grösste Shoppingcenter in der Zentralschweiz sein. Das Einkaufsgebäude allein wird rund 450 Millionen Franken kosten, die Investitionssumme mit Nebengebäuden übersteigt die 500-Millionen-Marke. Man sei mit den Bauarbeiten sehr gut im Zeitplan, sogar voraus, sagen die Verantwortlichen.

 

 
 

Marcel Stoffel, Geschäftsführer des Dachverbands Einkaufszentren Schweiz SCSC, ist sich sicher, dass die Mall of Switzerland gewappnet sein wird: «Heute ist der Anspruch der Kunden so, dass sie, wenn sie in ihrer Freizeit einkaufen, auch noch ein positives Erlebnis mitnehmen wollen.» Der Kunde möchte unterhalten werden, etwas erleben können und sich mit anderen treffen.

Für dieses Erlebnis sollen 46’000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche sorgen, 5000 Quadratmeter für Gastro plus 12’000 Quadratmeter für Freizeit. Rund 150 nationale und internationale Geschäfte könnten es bis zur Eröffnung sein, ungefähr 10 verschiedene Restaurants, ein riesiges Mulitkomplex-Kino sowie eine überdachte Wasserwelle, auf der man surfen kann. 

«Wenn man hier reinschaut, kann man erkennen, wie sich ein Rundgang ungefähr anfühlen wird.»

Werner Schaeppi, Sprecher Mall of Switzerland

Ein Flug über das Modell 

Im Showroom des Businesscenters D4 in Root erhält man erste Eindrücke. Da steht zurzeit ein Modell der Mall of Switzerland. zentral+ durfte die Miniaturform des Einkaufscenters besichtigen. Das Modell lässt sich automatisch öffnen und die Stockwerke bewegen sich rauf und runter. Werner Schaeppi, Sprecher des Projekts, erklärt: «Wenn man hier reinschaut, kann man erkennen, wie sich ein Rundgang ungefähr anfühlen wird.» Die Logos der Läden seien alle frei erfunden und dienen nur als Platzhalter. «Mit diesem Modell zeigen wir potenziellen Mietern an Fachmessen, wie die Räume aufgeteilt sind und das Ambiance im Center wirken könnte.» 

Ein wichtiger Hinwweis: Die Fassadenbeleuchtung erscheint in Wirklichkeit weiss und nicht so farbig schimmernd, wie das im Video den Anschein macht. Der bunte Farbeffekt entsteht durch die Kamera bei der Filmaufnahme.

 
 

Im Showroom in Root sind auch verschiedene Einrichtungsgegenstände ausgestellt (siehe Bildergalerie). Man sieht hier Proben des Bodenmarmors («aus der Schweiz»), das Muster einer Decke, verschiedene Sitzbänke und Sessel. «In der Dekoration soll die Vielfalt der Schweiz erkennbar sein», sagt Schaeppi. 

Migros als Ankermiete

Wer soll bis Ende 2017 in das gigantische Gebäude einziehen? Zu den bereits öffentlich bekannten Partnern gehört die Migros, die in der Mall und im Freizeitgebäude mit mehreren Mietkonzepten antreten wird. Insgesamt besetzt die Migros 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche und 2000 Quadratmeter Fläche für Fitness.

Zweitens gehört die Confiserie Bachmann aus Luzern zu den bestätigten Vertragspartnern. Sie wird eine 1200 Quadratmeter grosse Innenfläche sowie einen 250 Quadratmeter grossen Aussenbereich anmieten. Als Drittes ist bereits bekannt, dass auch das Dierikoner Blumengeschäft Widler mit von der Partie sein wird. Über weitere Verhandlungen mit potenziellen Mietern gibt man sich allerdings bedeckt: «Wir haben über 50 Prozent der Fläche vermietet», sagt Schaeppi.  

Im Gebäude nebenan werden die insgesamt 12 Kinosäle der Firma Pathé Platz finden – mit der grössten Leinwand der Schweiz. Dort soll auch die erste stehende Surfer-Welle des deutschen Freizeit-Unternehmers Jochen Schweizer installiert werden.

Weitere Eindrücke erhalten Sie mit dem Werbevideo von Freo Switzerland.  

 

Die Mall of Switzerland in den Schlagzeilen

Das Riesenprojekt Mall of Switzerland hat noch ein paar «Baustellen» zu meistern. Zwar sind etwa die ÖV-Verkehrsanschlüsse mit der S-Bahn und der Buslinie 23 zur Eröffnung parat. Die geplante zusätzliche Verlängerung der Buslinie 1 von Maihof bis zum Einkaufszentrum lässt allerdings noch zwei Jahre auf sich warten: Nach neustem Stand wird es erst im 2019 so weit sein. Auch wurde der drohende Mehrverkehr in der Vergangenheit mehrmals kritisiert. 

Zudem befürchten viele Luzerner, dass durch den Ebikoner Konsumtempel der Untergang vieler Geschäfte in der Stadt heraufbeschworen wird. Zumindest am Anfang werde es den Detaillisten in der City schon wehtun, sagte etwa der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth (zum Artikel).

Gibt es ein Kino-Überangebot? Mit dem Bau des grossen 12-Saal-Mulitplex-Tempels tobt der regionale Machtkampf. Schlussendlich wird das für die Kunden von Vorteil sein. Doch ob dies auch für Anhänger des alternativen Kinos gilt, darf bezweifelt werden (zum Artikel).

 
 

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3 Kommentare
  1. Tobias Bjornsen, 29.12.2015, 08:37 Uhr

    @Moni: Gleicher Meinung. Und warum sollte das alternative Kino vor 12-Kitag-Sälen Angst haben? Die nehmen ja nur den anderen Blockbuster-Kinos (Emmen, Capitol…) die Leute weg, weil seit dem Home-Cinema die Leute nur noch berechenbar ins Popcorn-Kino gehen.

  2. Moni Schnellmann, 28.12.2015, 11:31 Uhr

    Ich weiss nicht wie es euch geht aber Migros oder Bachmann locken mich ganz sicher nicht in ein Shopping Center. Es ist zum gähnen langweilig und Schweizweit x-mal vertreten. Ob die Surfer Welle es rettet? Vielleicht, zieht sicher viele junge Leute an, die die Welle ausprobieren möchten. Die entsprechen jedoch wohl kaum dem Zielpublikum? Für mich wäre eine neue Shopping Mall nur interessant wenn sie aus einer Vielzahl kleiner individueller Läden bestehen würde. Die immer wiederkehrenden Geschäfte sind sowas von öde und beliebig austauschbar. Ob ich dann in Luzern, Zürich oder Bern bin, spielt gar keine Rolle mehr, die Geschäfte bleiben dieselben. Spannend, oder doch nicht? Gääähn………….

  3. Jürg Schwaller, 25.12.2015, 12:24 Uhr

    Die IS-Terrorszene wird sich über die Phantastereien und die naive Gutgläbigkeit der Luzerner totlachen und ihr barbarisches Unwesen in nicht allzu ferner Zeit auch in helvetischen Gefilden treiben. Die Errichtung des ersten islamischen Vorpostens zum Schweizer Kalifat ermöglichte der in Hergiswil NW steuerzahlende Multimillionär Alfred N. Schindler, der in seiner unstillbaren Habgier in Ebikon gegen 80 Mio. Franken arabisches Sharia- und Blutgeld ein Stück Schweiz nach einer gekauften und durch massive Drohungen beeinflussten Gemeindeabstimmung, verscherbelt hat Die Luzerner Regierung hyperventiliert und baut den Kalifen mit 100 Mio. Steuergeldern einen Autobahnzubringer, der Regierungspräsident lobt die Investitionsattake der Wüstenpotentaten als «Schlüsselprojekt für den Kanton Luzern und ist euphorisiert, dass hier „Projekte von solch aussergewöhnlichen Dimensionen“ realisiert werden.